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Merken   Drucken   26.04.2008, 08:16 Schriftgröße: AAA

Die Geschichte der IT-Revolution: Die größten Herausforderungen der IT-Branche

FTD-Online gibt einen Ausblick in die Zukunft und stellt die sieben größten Herausforderungen der IT-Branche vor.
 
Ladegeräte ade, das ist der Traum für jeden Geschäftsreisenden. Technisch möglich wäre eine gezielte Energieübertragung per Magnetfeld, wie zwei US-Wissenschaftler im vergangenen Jahr gezeigt haben. Für Großverbraucher wie Laptops mit ihren Hochleistungsakkus ist diese Methode allerdings nicht geeignet.
Eine Steuerung über natürliche Eingabemethoden wie Sprache oder Bewegungen würde die Einsatzmöglichkeiten von Rechnern massiv erweitern. Für Computerspiele oder Bordcomputer in Autos funktioniert das bereits - aber es wird noch Jahre dauern, bis sich E-Mails durch einfaches Kopfschütteln löschen lassen.
Simultan dolmetschende Rechner hat das Pentagon zuletzt im Irak und in Afghanistan getestet. Sie waren trotz des kleinen Wortschatzes sehr langsam. Die einzelnen Komponenten eines solchen Systems - Spracherkennung, Übersetzung und Sprachsynthese - sind derzeit noch extrem fehleranfällig.
Festplatten halten nur ein paar Jahre, CDs vielleicht ein paar Jahrzehnte - ein großer Teil der aktuellen Wissens- und Kulturproduktion ist auf Speichermedien mit geringer Lebenserwartung archiviert. Bereits heute sind etwa bei der Nasa wertvolle Datenbestände verloren, weil das letzte Lesegerät kaputtgegangen ist.
Programmierer sind heute bereits der Bremsklotz der Computerbranche. Es gibt zu wenige von ihnen, und sie arbeiten nicht produktiv genug. Durch die Wiederverwendung von Softwarecodes kann die Produktivität gesteigert werden. Es fehlen allerdings bisher Werkzeuge, um den wiederverwendbaren Code schnell zu finden.
Die neuesten Speicherchips können mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen - aber die meisten Programmierer haben nicht gelernt, Probleme entsprechend aufzubereiten. Auch die aktuell verfügbaren Programmiersprachen reichen nicht aus, um die Fähigkeiten der neuesten Prozessoren wirklich auszureizen.
Investitionen in neue Rechner und Programme werden zu selten exakt durchgerechnet. In Zukunft muss es möglich sein, Einsparungen oder Produktivitätsgewinne für eine digitale Innovation genau zu beziffern. Gelingt das nicht, werden die Investitionen in Informationstechnologie stagnieren oder zurückgehen.
  • FTD.de, 26.04.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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