FTD.de » IT + Medien » IT+Telekommunikation » Firefox kommt aufs Smartphone
Merken   Drucken   09.09.2012, 15:24 Schriftgröße: AAA

Entwicklerversion: Firefox kommt aufs Smartphone

Mozilla und Telefónica werben gemeinsam mit Prototypen, die mit dem neuen Firefox-Betriebssystem laufen. Entscheidend für den Erfolg ist, ob die wichtigen App-Entwickler aufspringen.
© Bild: 2012 mozilla.org
Mozilla und Telefónica werben gemeinsam mit Prototypen, die mit dem neuen Firefox-Betriebssystem laufen. Entscheidend für den Erfolg ist, ob die wichtigen App-Entwickler aufspringen.
von Hamburg

Die neueste Konkurrenz für Android, iOS und Windows Phone 8 nimmt Gestalt an.

Mit einem ersten Prototypen für das neue Handybetriebssystem Firefox OS werben der Internet-Browseranbieter Mozilla und der Telekomkonzern Telefónica  derzeit in der Entwicklergemeinde. Ende vergangener Woche stellten Manager der Unternehmen das Telefon im Silicon Valley vor. Kurz zuvor hatten Telefónica-Manager das Smartphone mit der neuen Software in Berlin bei einer Tech-Veranstaltung herumgezeigt. Erste Smartphones mit Firefox OS soll es im ersten Quartal in Brasilien unter Telefónicas Marke Vivo zu kaufen geben. Sehr wahrscheinlich wird Mozilla die Branchenmesse Mobile World Congress im Februar 2013 nutzen, um Software und Gerätehersteller offiziell vorzustellen.

Die neuen Telefone sollen deutlich günstiger sein als derzeitige Handys mit gleicher Leistung. Unternehmen wie Telefónica oder Deutsche Telekom  hoffen, neue Käuferschichten zu erschließen, vor allem in aufstrebenden Volkswirtschaften. Für Handyhersteller ist die kostenlose Software eine lang ersehnte Alternative zu Android. Googles Betriebssystem dominiert derzeit den Markt mit einem Anteil von 64 Prozent. Mobilfunkbetreiber und Telefonhersteller fürchten mittelfristig eine zu große Abhängigkeit vom Suchmaschinenkonzern. Daher unterstützen sie das junge Projekt.

Kursinformationen und Charts
   [ %
   [ %
  •  
  • blättern

In den kommenden Wochen muss Mozilla möglichst viele Anbieter von populären Diensten und Spielen dazu bringen, passende Dienste für das neue Betriebssystem zu entwickeln. Der Onlineshop Firefox Marketplace läuft bereits in einer Testphase. Ohne eine große Auswahl angesagter Dienste, sind die Erfolgsaussichten des neuen Betriebssystems gering. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Firefox-OS-Prototypen nur unmerklichen von Apple - oder Samsung -Geräten. Wie üblich sind kleine Kacheln verschiedener Zusatzprogramme in Reihen auf dem Bildschirm angeordnet. Gesteuert wird mit den Fingern. Auf dem Handy-Bildschirm ist bereits ein Icon für Facebook zu sehen. Ob sich das Netzwerk bereits über die neuen Telefone steuern lässt, ist in online kursierenden Videos nicht zu erkennen.

Anders als bei der Konkurrenz soll der größte Teil des Handybetriebssystems auf der Technik HTML5 beruhen. Die Programmiersprache wird bislang vor allem dazu genutzt, um komplexe Anwendungen wie Spiele in einem herkömmlichen Internetbrowser laufen zu lassen. Hersteller können bei den kommenden Handys sparen. Denn durch den neuen Ansatz müssen Handy-Bauteile wie zum Beispiel Prozessoren nicht so leistungsfähig sein und sind damit günstiger im Einkauf. Sowohl ZTE  als auch TCL Communication Technology haben angekündigt, Handys mit Firefox OS zu produzieren. Mobilfunkanbieter wie Deutsche Telekom, Sprint  oder Telecom Italia  unterstützen das Projekt ebenfalls.

14:39:22 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
    % 
    % 
    % 
  • FTD.de, 09.09.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Immobilien-Kompass
Immobilien-Kompass Deutschlands beste Wohnlagen

Preise, Mieten und Prognosen für Deutschlands Metropolen und Regionen mit detaillierten Übersichtskarten

Jetzt eigene Wohnlage prüfen

 
Anstatt FTD.de lese ich künftig ... Zum Ergebnis
Alle Umfragen
In eigener Sache
  • An Kiosks in der ganzen Republik hieß es am letzten Erscheinungstag der FTD: Zeitung vergriffen! Der Hype um die Schlussausgabe trieb merkwürdige Blüten. Der Verlag druckte 30.000 Exemplare nach. Wer keines abbekam - bestellen ist möglich. mehr

  •  
  • blättern
Zwischen Leben und Arbeiten
Work-Life-Balance

Die FTD hat zusammen mit dem GfK Verein die umfassendste bundesweite Studie zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. Die Ergebnisse und mehr zum Thema finden Sie hier. Die Studie können Sie hier kaufen. mehr

Folgen Sie der FTD auf Twitter
Werden Sie Fan der FTD auf Facebook
  • Sie waren ein Herzstück der Zeitung und pointiert, scharf, teils brillant: Ihre Kolumnen, Leitartikel und Kommentare haben die FTD entscheidend geprägt. Zum letzten Mal: Unsere Kolumnisten sagen, was Sache ist. mehr

  •  
  • blättern
© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler