Die Europäische Kommission will Mobilfunkunternehmen bei der geplanten Regulierung von Roaming-Tarifen Flexibilität einräumen. Im Großkundengeschäft sieht der Kommissionsvorschlag für eine entsprechende Verordnung nach FTD-Informationen eine Obergrenze für Tarife vor. von Christine Mai, Brüssel
Sie soll es den Betreibern ermöglichen, ihre Kosten zu decken, und gleichzeitig sicherstellen, dass noch Wettbewerb möglich ist. Die Vorschläge sollen im Juli vorgelegt werden.
Für die Mobilfunkbetreiber sind die Aufschläge für die Auslandstelefonie eine Ertragsperle. Eine Reihe von Unternehmen hat durch die Ankündigung freiwilliger Tarifsenkungen versucht, die geplante Regulierung noch abzuwenden. Die Kommission stört sich an den hohen Roaming-Preisen und will erreichen, dass Kunden im Ausland nicht wesentlich mehr bezahlen als im Heimatland.
Die Pläne sehen vor, dass die Kommission alle 18 Monate aus den nationalen Terminierungsentgelten einen EU-Durchschnitt errechnet. Diese Entgelte werden fällig, wenn ein Anruf in ein anderes Netz zugestellt wird. Von Großkunden sollen die Anbieter für Lokalgespräche höchstens das Doppelte dieses Durchschnitts fordern dürfen, für internationale Gespräche das Dreifache. Bei Privatkunden sollen die Anbieter auf das jeweilige Entgelt 30 Prozent aufschlagen dürfen. An den Details sind noch Änderungen möglich.
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