Die Verbraucherzentrale Hamburg klagt gegen den Bonner Konzern. Denn dessen "aggressive" Verkaufsmethoden haben angeblich ein Dutzend Kunden geschädigt.
Zwischen Verbraucherschützern und der Telekom ist ein heftiger Streit um die Verkaufspraktiken des Unternehmens entbrannt, der demnächst möglicherweise vor Gericht ausgetragen wird. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg haben aggressive Verkäufer des Konzerns ahnungslosen Kunden teure Produkte untergeschoben.
Die Telekom bestreitet das. Die Kunden hätten diese Produkte gewünscht, es sich später aber anders überlegt. Daraufhin habe die Telekom aus Kulanz auf die Lieferung verzichtet. Keinem Kunden sei ein materieller Schaden entstanden.
Die rund ein Dutzend mutmaßlichen Fälle sind jeweils unterschiedlich gelagert. Gemeinsam ist ihnen, dass es sich um Telekom-Kunden handelt, die sich mit Fragen oder Wünschen im Laden oder über die Hotline an das Unternehmen gewandt haben. Kurz nach den Gesprächen erhielten sie dann nach Angaben der Verbraucherzentrale Bestätigungen über neue Tarife oder Zusatzleistungen.
"Die Kunden haben in den uns vorliegenden sieben Fällen die Produkte gewünscht", sagte ein Telekom-Sprecher. "Das haben uns die Verkäufer zum Teil eidesstattlich versichert."
Die Verbraucherzentrale glaubt der Telekom nicht. Allein die Häufung der Fälle in einem kurzen Zeitraum spreche für ein systematisches Vorgehen. Die Verbraucherschützer haben in sieben Fällen Abmahnungen geschrieben und klagen beim Landgericht Bonn, weil der Konzern keine Unterlassungserklärung abgeben will. "Das werden wir nicht tun, weil wir damit einräumen würden, dass etwas nicht sauber gelaufen wäre", heißt es aus der Konzernzentrale. Die Klage der Verbraucherzentrale sei nicht nachvollziehbar.
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