Die Software AG hat zu Jahresbeginn erneut Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verbucht. Der Umsatz sank im ersten Quartal um sieben Prozent auf 254,6 Mio. Euro, teilte der zweitgrößte deutsche Softwarekonzern nach SAP am Freitag mit. Operativ verdiente die Software AG 54,8 Mio. Euro und damit neun Prozent weniger als vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einem Umsatz von 259 Mio. und einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 54,6 Mio. gerechnet.
Vor allem das Nordamerikageschäft blieb hinter den Erwartungen zurück, dort verbuchte die Software AG sogar im Wachstumsgeschäft mit Produkten und Lösungen für das Management und die Optimierung von Geschäftsprozessen (BPE) einen Rückgang der Lizenzumsätze. Vorstandschef Karl-Heinz Streibich hat daher angekündigt, die Wettbewerbsposition der Software AG auf dem Heimatmarkt der größten Rivalen wieder stärken zu wollen.
Im traditionellen Kerngeschäft mit Software zum Datenmanagement (ETS), in dem die Firma unter anderem mit dem weltgrößten IT-Dienstleister IBM konkurriert, sank der Umsatz insgesamt um zwei Prozent auf 94,4 Mio. Euro. Im Wachstumsgeschäft BPE lagen die Erlöse mit 124,3 Mio. Euro in etwa auf Vorjahresniveau.
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Konzernchef Streibich hatte bereits im Januar angekündigt, dass der Umsatz im ersten Quartal voraussichtlich unter dem außergewöhnlich guten Vorjahreswert liegen werde. Schon im Schlussquartal 2011 hatte das im Technologieindex TecDAX gelistete Unternehmen operativ 17 Prozent weniger als vor Jahresfrist verdient, der Umsatz sank währungsbereinigt um neun Prozent.
"Wir haben erheblich in Forschung & Entwicklung, Vertrieb und Marketing investiert, um damit die Grundlage für ein beschleunigtes Wachstum unseres BPE-Geschäftsbereichs im zweiten Halbjahr zu legen", sagte Finanzvorstand Arnd Zinnhardt nun.
Für das Gesamtjahr bestätigte die Software AG die Prognose, wonach ein währungsbereinigter Umsatz in einer Spanne von minus drei bis plus drei Prozent erwartet wird. Die operative Marge soll 23 bis 24,5 Prozent erreichen.