Der weltgrößte Internet-Suchmaschinenbetreiber Google muss 200.000 Euro Strafe zahlen. Er leitete Liebhaber von Louis-Vuitton-Taschen auf illegale Pfade.
Über sein Werbesystem "Adwords" führte Google die Käufer auf die Seiten illegaler Anbieter von Taschen der Luxusmarke. Ein Pariser Gericht verurteilte das Unternehmen wegen "Markenpiraterie, unlauteren Wettbewerbs und irreführender Werbung". Die Gerichtsentscheidung schütze die Verbraucher und werte Adwords "als Werbetätigkeit mit täuschendem Charakter", erklärte die Firma Louis Vuitton Malletier am Dienstag in Paris.
Wegen Adwords hatte sich Google bereits Klagen des Versicherers Axa und von Reisebörsen eingehandelt. Adwords verweist Internetnutzer auf gesponserte Verbindungen. Dabei können werbende Unternehmen sicherstellen, dass ihre Website bei der Eingabe bestimmter Suchwörter auf dem Bildschirm des Suchers im Werbeumfeld prominent angezeigt wird. Im Falle Louis Vuitton wurden gefälschte oder illegal erworbene Markenprodukte über das Internet angeboten. Vuitton verkauft seine Taschen aber nur über sein eigenes Händlernetz.
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