Antwort auf Microsofts Drohgebärden: Ein Großaktionär will den Internetkonzern Yahoo in seinem Streben nach Unabhängigkeit unterstützen - falls der weltgrößte Softwarehersteller sein Übernahmeangebot noch weiter senken will.
Das bestätigte Portfolio-Manager Bill Miller von Legg Mason Capital Management dem "Wall Street Journal". Mit seiner Androhung habe sich der Software-Riese unter den Yahoo-Aktionären keine Freunde gemacht. Wie die Hilfe für Yahoo konkret aussehen könnte, wurde nicht bekannt. Der Investor ist früheren Angaben zufolge der zweitgrößte Yahoo-Aktionär.
Microsoft-Chef Steve Ballmer hatte Yahoo am Wochenende ein Ultimatum bis zum 26. April für die Zustimmung zur Offerte seines Softwarekonzerns gestellt. Der Konzernchef ließ durchblicken, dass Microsoft bei längerem Zögern den Preis senken werde. Derzeit bietet Microsoft gut 42 Mrd. $. Yahoo hat das jüngste Angebot als zu niedrig abgelehnt. Falls das Management dieses Gebot jedoch nicht annimmt, will sich Microsoft notfalls mit einem feindlichen Übernahmeangebot direkt an die Yahoo-Aktionäre wenden - deshalb ist deren Meinung für die Pläne beider Firmen entscheidend.
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