Gouverneurin wollte sie auch mal werden: Meg Whitman 2010 im Wahlkampf
Seit Januar ist Whitman im Aufsichtsrat von
HP . Am Donnerstag wurde sie nach Beratungen des Verwaltungsrats zur neuen Vorstandschefin gekürt. Schon seit Mittwoch war sie als Interims-CEO im Gespräch. Branchenkenner sind von der Personalie wenig begeistert: Whitman hat keine Ahnung vom Geschäft des Technologiekonzerns, lautet die einhellige Meinung. Nicht von der Hardware, nicht von der Software, nicht vom Firmenkundengeschäft. Und ihre Zeit bei
Ebay legt nahe, dass sie noch nicht herausgefunden hat, wie man einen großen Konzern größer macht.
1998 übernimmt die heute 55-Jährige nach etlichen Managementjobs den Chefposten bei dem Auktionshaus. Damals ist es eine Klitsche mit 86 Mio. Dollar Jahresumsatz. Zehn Jahre später, als Whitman geht, betragen die Erlöse beinahe 8 Mrd. Dollar.
Zuerst läuft alles bestens. Ebay wächst wie verrückt. 2002 kauft Whitman den Bezahldienst Paypal, der zu einem riesigen Erfolg wird. Doch schließlich stößt das Auktionshaus an seine Grenzen. Der Webtelefonie-Anbieter Skype, Whitmans zweiter großer Zukauf, bringt statt der erhofften Synergien nur hohe Abschreibungen. Der Aktienkurs sinkt.