Wie die FTD aus Unternehmenskreisen erfahren hat, sollen beim aufgekauften Compaq etwas weniger als 400 von insgesamt 1780 Stellen wegfallen. Bei HP sei wegen der Fusion die Kürzung von 1100 bis maximal 1200 Arbeitsplätzen geplant. HP beschäftigt in Deutschland derzeit 5900 Mitarbeiter.
Am Donnerstag treffen sich in der HP-Zentrale in Böblingen die Betriebsräte der beiden Firmen mit dem Management. Heribert Schmitz, Deutschlandchef des neuen Konzerns, wird dann erläutern, wie viele Stellen in den deutschen Standorten von HP und Compaq, das seinen Hauptsitz in München hatte, gestrichen werden müssen. Am Donnerstag hat der HP-Betriebsrat seinen Termin. Am Nachmittag erscheint ein Gremium des Compaq-Betriebsrates.
Bei den Treffen zwischen Management und Betriebsrat des aufgekauften Computerherstellers Compaq soll es Probleme gegeben haben. Christian Brunkhorst, Vorsitzender der Arbeitnehmervertretung, sagt: "Von uns wird erwartet, dass wir Vorschläge akzeptieren. Zu Verhandlungen im eigentlichen Sinne kommt es nicht."
HP-Chefin Carly Fiorina hatte die etwa 19 Mrd. $ teure Übernahme des Rivalen Compaq im April mit einer knappen Mehrheit bei ihren Aktionären durchboxen könne. Vorausgegangen war ein monatelanger Kampf gegen interne Gegner, die den Compaq-Kauf verhindern wollten.Wegen der besonderen Gesetzeslage werden die deutschen Töchter erst zum 1. November rechtlich verschmolzen. Weltweit kürzt der neue Konzern zehn Prozent seiner 150.000 Stellen. In Europa fallen 5900 Stellen weg.