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Merken   Drucken   03.01.2012, 18:19 Schriftgröße: AAA

iPad-Konkurrent Playbook: Blackberry-Hersteller verramscht Tablet

Wer den flachen Computer einst für 699 Dollar kaufte, dürfte sich ärgern. Denn inzwischen bringt Hersteller RIM sein Playbook für 400 Dollar weniger unter die Leute.
Der Blackberry-Anbieter RIM  versucht, seinen bisher erfolglosen iPad-Konkurrenten Playbook jetzt mit massiven Preisabschlägen in den Markt zu drücken. Das Tablet wird im US-Onlineshop des Unternehmens selbst in der Top-Version für 299 statt zuvor 699 Dollar verkauft.
Kursinformationen und Charts
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Damit kosten alle drei Playbook-Modelle - egal ob mit 16, 32 oder 64 Gigabyte Speicher - im Moment gleich viel. Schon in den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Rabattaktionen gegeben. Die aktuelle ist die bisher größte.
Damit gesteht der in den vergangenen Monaten arg gebeutelte Hersteller einen weiteren Misserfolg ein. Das kanadische Unternehmen RIM (Research In Motion), das mit seinen Blackberry-Handys zunächst sehr erfolgreich war, verpasste den von Apple ins Leben gerufenen Smartphone-Trend. Darüber hinaus setzte dem Unternehmen eine Reihe von Pannen zu, wie die verzögerte Einführung neuer Modelle und eben der schwache Absatz des Tablet-Computers Playbook.
Aktien des Herstellers stiegen am Abend - allerdings aufgrund von Gerüchten über einen Personalwechsel an der Spitze.
RIM hatte seit dem Start des Tablet-Computers massive Probleme, das Playbook zum geplanten Preis im Bereich von Apples  iPad über die Ladentische zu bewegen. Das Gerät kam mit deutlicher Verzögerung auf den Markt, zudem kritisierten Experten Schwächen bei Software und Funktionen.
Ein Playbook von RIM: Gerade startete die bisher größte Rabattaktion   Ein Playbook von RIM: Gerade startete die bisher größte Rabattaktion
Wegen der schwachen Verkäufe und deutlichen Rabatte musste RIM schon Anfang Dezember eine Wertberichtigung von 360 Mio. Dollar nach Steuern auf die Playbook-Bestände verkünden. Im dritten Quartal seien 150.000 Playbook-Tablets an den Handel geliefert worden, hieß es. Apple verkaufte in dieser Zeit mehr als elf Millionen iPads.
RIM bekräftigte damals, im Tablet-Geschäft bleiben zu wollen. Seitdem nahm der Druck auf die Firmenführung mit sinkenden Marktanteilen und schwachen Geschäftszahlen noch weiter zu.
Konkurrent Hewlett-Packard  hatte seinen iPad-Rivalen TouchPad unter dem inzwischen gefeuerten Konzernchef Léo Apotheker im August nach einem schwachem Verkaufsstart kurzerhand eingestellt. Beim anschließenden Ausverkauf der Restbestände zu drastischen Preisabschlägen wurde HP die Tablets schnell los - mit Verlust.
19:23:09 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Research in Motion 8,821 EUR   +3,30%  0.282
Apple 447,135 EUR   -1,06%  -4.811
Hewlett-Packard 22,33 USD   +2,57%  0.56
  • FTD.de, 03.01.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland,
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