Rückt nicht von seinem Entschluss ab: Infineon-Chef Wolfgang Ziebart
Die IG Metall hatte einen externen Gutachter beauftragt. Dieser ist zu dem Schluss gekommen, dass "die Chipfertigung in Perlach besser, produktiver und kostengünstiger ist, als es
Infineon annimmt". Das sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Bis zum Jahr 2010 könne die Fertigungsstätte das Produktivitätsniveau anderer Infineon-Werke erreichen.
Infineon-Chef Wolfgang Ziebart hat aber endgültig klargestellt, dass er nicht von der Schließung abrücken will. Bayerns IG-Metall-Chef Werner Neugebauer sagte, er werde "alles tun, um die Arbeitsplätze bei Infineon in Perlach zu retten. Die Herren im Infineon-Vorstand sollten sich also warm anziehen."
Ziebart hatte Ende Februar die Schließung des Werks mit 800 Beschäftigten angekündigt. Die Produktionstechnologie sei veraltet, hieß es zur Begründung. Zudem sei die Nachfrage nach den dort gefertigten Spezial-Chips für die Telekommunikation und die Autoindustrie gesunken.