Der angeschlagene Halbleiterhersteller Infineon kauft das US-Unternehmen Primarion. Mit der Übernahme des Spezialisten für Stromsteuerungschips setzen die Münchener ihre Konsolidierung nach der Qimonda-Abspaltung fort.
Infineon kündigte am Montagabend an, das kalifornische Unternehmen zu kaufen. Zu Preis und Umsatz des Übernahmeziels wollten die Münchener keine Angaben machen. Primarion beschäftigt 65 Mitarbeiter und ist spezialisiert auf die Entwicklung sogenannter Power-Management-Chips für Computer, Grafik- und Kommunikationssysteme. Das Unternehmen fertigt nicht selbst.
Infineon-Chef Wolfgang Ziebart will den Konzern nach der Abspaltung der Speicherchipsparte Qimonda verstärkt auf Halbleiter für Telekommunikation, Sicherheit und Stromsteuerungen ausrichten. Spartenvorstand Peter Bauer sagte am Montagabend in München, mit Primarion könne der Konzern seinen Kunden innovative Systemlösungen anbieten und "neue Maßstäbe hinsichtlich Systemdichte, Effizienz und Steuerungsfunktionen setzen".
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