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Merken   Drucken   18.02.2011, 10:22 Schriftgröße: AAA

IT-Manager beim Präsidenten: Kranker Steve Jobs trifft Obama

Die Spekulationen um den Apple-Chef überschlagen sich, Gerüchte um seinen Gesundheitszustand schießen ins Kraut. Tatsache ist: Steve Jobs traf den US-Präsidenten gemeinsam mit anderen Managern. von Annette Berger 
Wie kann die Hightechbranche neue Jobs für den gebeutelten amerikanischen Arbeitsmarkt schaffen? Das war das eigentliche Thema, das sich US-Präsident Barack Obama auf die Fahnen geschrieben hatte, als er sich in der vergangenen Nacht mit Managern der wichtigsten IT-Konzerne traf. Doch eine andere Frage interessierte viel mehr: Würde der erkrankte Apple -Chef Steve Jobs dabei sein. Und wenn ja: Wie geht es ihm?
Das ist ein Archivbild. Jobs war seit Wochen nicht mehr in der ...   Das ist ein Archivbild. Jobs war seit Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit
Nach dem Treffen ist soviel klar: Jobs nahm an dem Abendessen im Haus von John und Ann Doerr teil. Doerr ist Partner bei der im Silicon Valley ansässigen Beteiligungsfirma Kleiner Perkins Caufield & Byers. Doch darüber hinaus dringen kaum Informationen nach draußen, geschweige denn Fotos aus dem streng abgeschirmten Anwesen. Dafür schießen seit Tagen die Gerüchte um Jobs ins Kraut.
Der Apple-Chef hatte im Januar mitgeteilt, sich aus gesundheitlichen Gründen aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen und die Geschäfte seinem Stellvertreter Tim Cook  überlassen. Der legendäre Manager tauchte seitdem in der Öffentlichkeit nicht mehr auf.
Dafür erging sich die US-Boulevardpresse zuletzt in Spekulationen über Jobs' angeblich kritischen Gesundheitszustand. Der Apple-Chef, der nächste Woche 56 Jahre alt wird, hat sowohl eine Krebsbehandlung als auch eine Lebertransplantation hinter sich.
Das Klatschmagazin "National Enquirer" will erfahren haben, es stehe schlimm um Jobs und verbreitete das Gerücht, der legendäre Manager habe möglicherweise nur noch wenige Wochen zu leben. Im Internet wurde ein Foto veröffentlicht, auf dem ein abgemagerter Steve Jobs zu sehen sein soll. Wann und unter welchen Umständen das Bild gemacht wurde, ist völlig unklar. Auch zeigt es den angeblichen Jobs von hinten. Das Magazin hat wegen diverser Sensationsgeschichten eine äußerst schlechte Reputation.
Anleger reagierten dennoch nervös. Apple-Aktien gaben am Donnerstag zeitweise zwei Prozent nach und schlossen 1,3 Prozent schwächer als am Vortag. Händler erklärten das Minus mit den Krankheitsgerüchten.
Der Erfolg Apples gilt als nahezu alleiniges Werk des legendären IT-Spezialisten. Falle er aus, könnte es abwärts mit der legendären Computerfirma gehen, fürchten viele. Apple selbst nahm keine Stellung zu den Gerüchten. Das Unternehmen wurde in der Vergangenheit mehrfach dafür kritisiert, dass es Anleger um Jobs' Gesundheitszustand im Unklaren lasse.
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Bei dem Treffen mit dem Präsidenten soll es um ganz andere Themen gegangen sein - aber auch hier blieben die Informationen spärlich. Außer Jobs nahmen Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der scheidende Google -Chef Eric Schmidt und die Vorstandsvorsitzenden von Twitter, Yahoo , Netflix, Oracle  und General Electric  teil. Aus dem Weißen Haus hieß es, Obama wolle an einem regen Meinungsaustausch mit der Gruppe festhalten. Gemeinsam solle nach Wegen gesucht werden, um das Wachstum zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Presse sucht wiederum Wege, Steve Jobs aufzuspüren und herauszufinden, wie es ihm wirklich geht.
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Apple 447,135 EUR   -1,06%  -4.811
Google 471,554 EUR   -1,48%  -7.087
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General Electric 19,2 USD   -0,26%  -0.05
  • FTD.de, 18.02.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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