DSL-Anschlüsse in Deutschland
Gegenüber dem Vorjahr stieg der Umsatz im operativen Geschäft um 5,9 Prozent auf 1,04 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank von 405 auf 400 Mio. Euro. Als Grund für den leichten Gewinnrückgang gibt das Unternehmen höhere Investitionen in Werbung und Marketing für neue digitale Programmangebote sowie den Ausbau von schnellen Internetzugängen über das Kabel an. Die Zahl der Kabelanschlüsse stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 9,64 Millionen. Die Zahl der Kunden, die ein Digital-Paket abonniert haben, lag Ende März bei 224.000.
Die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr hätten sich mit 125 Mio. Euro mehr als verdoppelt, teilte KDG mit. Der durchschnittliche Umsatz je Kunde sei im vierten Quartal auf 7,28 Euro im Vergleich zu 7,00 Euro im gleichen Quartal des Vorjahres gestiegen.
KDG hatte erst vor einigen Tagen angekündigt, seine Gebühren für seinen Internet-Anschluss zu senken. Dadurch will das Unternehmen stärker mit führenden DSL-Anbietern konkurrieren. In den kommenden Wochen werde KDG die Preise der allgemeinen Marktbewegung anpassen, sagte ein Unternehmenssprecher.
Angriff auf DSL-Anbieter
Die Gesellschaft bietet breitbandige Internet-Zugänge über ihr TV-Kabelnetz an. Im April hatten die etablierten DSL-Anbieter eine neue Preisrunde eingeläutet. Bislang haben die Münchener nur einen geringen Marktanteil unter den Anbietern.
Nach Einschätzung von Experten könnten die deutschen TV-Kabelbetreiber ihre Position auf dem deutschen DSL-Markt jeoch deutlich ausbauen und damit zu einem ernsthaften Konkurrenten für die
Deutsche Telekom werden. In anderen Ländern kommen manche Kabelanbieter bereits auf einen Marktanteil von 50 Prozent.