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24.08.2011, 22:00
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Kampf gegen Kabelnetzbetreiber:
Telekom macht Glasfaser zum Massenprodukt
Exklusiv
Die schnellen Datenleitungen gibt es derzeit in nur wenigen Privathaushalten. Der Konzern will so die schnellen Leitungen der Konkurrenz ausboten - mit Milliardenkosten.
von Arndt Ohler Hamburg
Die
Deutsche Telekom bereitet die Massenvermarktung superschneller Glasfaserleitungen vor. Der Konzern schafft dafür intern eigens eine neue Gesellschaft, die mittelfristig maximal 1500 Leute beschäftigen könnte, erfuhr die FTD aus Kreisen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Die geplante GmbH hat den Projektnamen FTTH. Dies steht für Fibre to the Home - zu deutsch: Glasfaser bis in die Wohnung. Aktuell haben in Deutschland nur wenige Tausend Haushalte einen Glasfaserinternetanschluss.
Kursinformationen und Charts
Der Plan zeigt, wie ambitioniert die Telekom das Projekt mit superschnellen Lichtleitungen angeht. Erst durch den Ausbau kann der Konzern mit den TV-Kabelnetzbetreibern gleichziehen. Deren technische Infrastruktur erlaubt es Unternehmen wie
Kabel Deutschland oder Unitymedia, höhere Geschwindigkeiten zu niedrigeren Preisen als die Telekom anzubieten. Die Anbieter wildern daher erfolgreich im Kerngeschäft der Telekom.
Dies schmerzt, da sich speziell mit den schnellen Datenleitungen gutes Geld verdienen lässt. Zudem fallen Kabelkunden als mögliche Käufer des Telekom-Internetfernsehangebots Entertain aus. Auf dem Webfernsehdienst sowie den teureren, schnellen Internetverbindungen ruht zu einem großen Teil die Wachstumsstrategie von Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme. Der reguläre Preis des Telekom-Glasfasereinsteigertarifs liegt bei monatlich knapp 55 Euro.
Glasfaserkabel ermöglicht rasante Internetverbindungen
In der neuen FTTH-Gesellschaft sollen der Planung zufolge in erster Linie junge Leute nach ihrer Ausbildung unterkommen, die die Telekom ansonsten nicht übernehmen könnte. Die Mitarbeiter, vor allem aus den Bereichen Technik und Service, sollen für zwei Jahre befristet beschäftigt werden. Der Schritt ist notwendig, um möglichst rasch superschnelle Internetleitungen verlegen zu können, falls das Geschäft im kommenden Jahr anspringen sollte.
"2012 wird die Gesellschaft erst einmal einige Hundert Mitarbeiter beschäftigen", bestätigte am Mittwoch ein Telekom-Sprecher die Informationen. Die Telekom will bis zum Jahr 2013 insgesamt 10 Mrd. Euro in den Festnetz- und Mobilfunkausbau in Deutschland stecken. Allein auf den Glasfaserausbau könnten laut konzerninterner Diskussion 1,5 Mrd. Euro entfallen, sollte sich die Nachfrage stabil entwickeln.
Teil 2: Warten auf die Kundschaft
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Aus der FTD vom 25.08.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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