FTD.de » IT + Medien » IT+Telekommunikation » Umweltschutz digital
  Cebit 2010 FTD-Serie: Grün und wolkig

Die Cebit steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Sicherheit. Zudem spielen Themen wie Green-IT und Cloud Computing vom 2. bis zum 6. März wieder eine wichtige Rolle in Hannover. FTD.de präsentiert in seinem Spezial Fakten, Neuigkeiten und Hintergründe.

Merken   Drucken   02.03.2010, 10:42 Schriftgröße: AAA

Klimarettung mit IT: Umweltschutz digital

Alles ist etwas kleiner geworden auf der noch immer größten IT-Ausstellung der Welt. Erneut sind viele Firmen der Schau ferngeblieben. Die Messeleitung kämpft mit Trendthemen wie Green IT wacker gegen den Niedergang - und hofft auf den Aufschwung der Branche im Jahr 2011. von Arndt Ohler  und Martin Ottomeier 
Klimaziele, Umweltauflagen und Verbraucherforderungen zwingen Unternehmen zu mehr Umweltfreundlichkeit. Die Informationstechnikhersteller glauben, ihnen helfen zu können - und einen Milliardenmarkt entdeckt zu haben. "Es steckt ein Riesenpotenzial in Konzepten wie intelligenten Städten, intelligenten Netzen und intelligentem Transport", sagt Giuseppe Donagemma, beim Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) für West- und Südeuropa verantwortlich. In der Breite ist das neu. Lange hat die Branche sparsame Computer und Rechenzentren und damit das Sparpotenzial innerhalb der IT in den Vordergrund gestellt. Sie verursacht etwa zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.
Cebit: Highlights der Messe (00:01:44)
Cebit: Highlights der Messe (00:01:44)
Doch inzwischen wenden sich NSN und SAP , Ericsson , IBM , HP , Deutsche Telekom , Cisco  oder Microsoft  an Branchen wie Transport, Energie oder das Gebäudemanagement. Software und Geräte sollen Verkehr steuern oder Gebäude besser klimatisieren. Um etwa ein Fünftel könnte der CO2-Ausstoß in Deutschland bis 2020 so verringert werden, prognostiziert die Studie Smart 2020 Addendum Deutschland, die von Deutscher Telekom, Boston Consulting Group, Huawei, Siemens und SAP bezahlt worden ist. Weltweit rechnet der US-Marktforscher IDC mit einem möglichen Einsparvolumen von 5,8 Milliarden Tonnen bis zum Jahr 2020.
Kursinformationen und Charts
  Ericsson 7,243 EUR  [0.101 +1,41%
  IBM 192,42 USD  [-0.71 -0,37%
  •  
  • blättern

Beispiele gibt es bereits. Ein von IBM installiertes Pkw-Mautsystem in Stockholm etwa kassiert je nach Tageszeit unterschiedliche Gebühren - mit deutlichen Auswirkungen. Der Verkehrsstillstand ging um 20 Prozent zurück, der Schadstoffausstoß reduzierte sich um zwölf Prozent. Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel stieg deutlich. In Deutschland arbeitet IBM in Mannheim unter anderem mit SAP bei Meregio zusammen. Dabei soll durch zahlreiche Maßnahmen der Stromverbrauch besser erfasst und mittelfristig gesenkt werden.
SAP wiederum bietet zum Beispiel ein Paket zur Ermittlung der CO2-Emissionen. Anwender wie Autodesk, Intuit, Sunpower und die University of Buffalo benutzen es. SAP selbst senkte seine CO2-Emissionen 2009 im Vergleich zum Vorjahr nach eigenen Angaben so um 15 Prozent.
Grüne Technik wird immer mehr Bestandteil der strategischen Initiativen eines Unternehmens. "So wie man heute nur Software verkaufen kann, die Geschäftsprozesse über das Internet abwickeln kann, so wird man in fünf bis sechs Jahren nur noch Software verkaufen, die Nachhaltigkeit bereits eingebaut hat", sagt Peter Graf, als Chief Sustainability Officer bei SAP für das Thema zuständig. Jede Kilowattstunde gesparter Strom, jede Tonne gespartes CO2 senkt den Ressourcenverbrauch und die Betriebskosten. "Unternehmen haben in den letzten Jahren immer mehr verstanden, dass es hierbei ums Geschäft geht. Nachhaltigkeit hat einen funktionierenden Business-Case", sagt Graf. "Ohne den Nachweis, dass sich die Investitionen auch rechnen, bekommen sie in keinem Projekt den Zuschlag - auch nicht in Green-Projekten", sagt IBM-Deutschlandchef Martin Jetter.
Eines der größten Projekte soll die Modernisierung des Stromnetzes werden, an die die Anbieter hohe Erwartungen haben. Intelligente Netze, weltweit Smart Grids genannt, sollen auf Schwankungen bei Einspeisung und Verbrauch reagieren und dafür sorgen, dass das Netz dennoch stets stabil läuft.
Dafür sollen sie etwa Speicherung und Verbrauch teilweise beeinflussen können: Ist wenig Strom da, bekommen nur wichtige Verbraucher welchen, ist viel da, wird jeder Akku geladen, der gerade am Netz hängt. Der Steuerungsaufwand ist enorm. "Smart Grid wird größer werden als das Internet", behauptet Reinhard Clemens, Chef der Telekom-Sparte T-Systems.
Das Interesse am Thema zeigt sich auch auf der Cebit. 2000 Quadratmeter hat die Messe für das Green IT reserviert, sechsmal so viel wie zur Premiere 2008. In einem Forum wird diskutiert, wie ökologisches und ökonomisches Wirtschaften durch den Einsatz von IT optimiert werden können. Freitag kommt Bundesumweltminister Norbert Röttgen.
IT for Green
Großes Potenzial Durch konsequente Nutzung von IT lassen sich die CO2-Emissionen um rund ein Fünftel senken. Das größte Potenzial steckt in der Gebäudetechnik und in der Logistik.
Gute Voraussetzung IT ist heute überall. Straßen, Autos, Gebäude, Pipelines, Stromnetze sowie Maschinen - überall stecken Chips, die mit der Außenwelt kommunizieren und steuerbar sind.
15:30:31 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Ericsson 7,243 EUR   +1,41%  0.101
IBM 192,42 USD   -0,37%  -0.71
Hewlett-Packard 28,7 USD   -1,41%  -0.41
Deutsche Telekom 8,91 EUR   -0,11%  -0.01
Microsoft 30,495 USD   -0,89%  -0.275
  • Aus der FTD vom 02.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Newsletter:   Eilmeldungen IT + Medien

Geheimer Smartphone-Prototyp entdeckt? Wir flüstern es Ihnen sofort weiter.

Beispiel   |   Datenschutz
Tweets von FTD.de Tech-News

Weitere Tweets von FTD.de

  Bilderserie Branche im Umbruch Der FTD-Versicherungstag 2012
 



15:30:19 Aktuelle Börsewerte
Name aktuell   
Microsoft 23,188 EUR   +0,16% 
Apple 374,596 EUR   +0,97% 
Google 459,587 EUR   -0,20% 
Intel 20,156 EUR   -0,71% 
Advanced Micro Devices 7,05 USD   -2,62% 
  10.02. Wissenstest Was ist denn das für ein Beruf?

Wissen Sie, womit sich ein Glaziologe beschäftigt? Oder wofür sich ein Numismatiker interessiert? Testen Sie in unserem Quiz, wie gut Sie sich mit Berufen aus Wissenschaft und Forschung auskennen.

Was untersucht der Proktologe?

Wissenstest: Was ist denn das für ein Beruf?

Alle Tests

IT+TELEKOMMUNIKATION

mehr IT+Telekommunikation

MEDIEN+INTERNET

mehr Medien+Internet

COMPUTER+TECHNIK

mehr Computer+Technik

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote