Philip Falcone
Da dürfte selbst jemand nervös werden, der auf der alljährlichen Reichen-Hitliste des US-Magazins "Forbes" auf Platz 188 geführt wird. Mit einem Privatvermögen von 2,2 Mrd. Dollar steht Falcone weltweit auf Rang 540. Den Aufstieg hat er sich erkämpft. Als eines von zehn Kindern eines Fabrikarbeiters aus einem Dorf in Minnesota lebte er den amerikanischen Traum: Mit Stipendien absolvierte er 1984 an der Eliteuniversität Harvard ein Wirtschaftsgrundstudium. Nach einem Jahr als professioneller Eishockeyspieler in Schweden, das aufgrund einer Verletzung jäh beendet wurde, begann seine steile Karriere in der Finanzbranche. Innerhalb weniger Jahre wechselte er sechsmal den Arbeitgeber - darunter waren auch die US-Bank Wachovia, die jetzt zu Wells Fargo gehört, und Barclays Capital, das die US-Investmentsparte von Lehman Brothers übernahm.
Falcon und seine extrovertierte Frau Lisa Maria wissen selbst in der New Yorker High Society noch für Aufmerksamkeit zu sorgen. Durch ihre stete Medienpräsenz kennt mittlerweile jeder das Paar und dessen Hausschwein Wilbur.
2001 machte sich Falcone mit Harbinger Capital selbstständig. Zu seinen besten Zeiten verwaltete Falcone mit seinem Hedge-Fonds 26 Mrd. Dollar. In Krisenzeiten war er richtig gut. Doch dann liefen ihm die Investoren in Scharen davon, darunter auch die US-Großbank
Goldman Sachs und die Beteiligungsgesellschaft
Blackstone . Gleichsam kündigten zahlreiche seiner Mitarbeiter. Mittlerweile sind die Einlagen bei Harbinger Capital auf 4 Mrd. Dollar zusammengeschnurrt. Das Verbot der FCC, das erst nach Bedenken von Experten aus dem Verteidigungsministerium und von der Nasa verhängt wurde, sei nun die Krönung eines "bemerkenswerten Absturzes", urteilt die New York Times vernichtend.