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Merken   Drucken   28.07.2012, 10:19 Schriftgröße: AAA

Kurznachrichtendienst: Apple war scharf auf #Twitter

Der Elektronikkonzern Apple wollte bei  Twitter einsteigen. Nach der gescheiterten Zusammenarbeit mit Facebook beim Musiknetzwerk Ping näherte sich der Konzern dem Kurznachrichtendienst an. Bis heute haben beide eine besonders enge Beziehung.
© Bild: 2012 AFP/DOUGLAS E. CURRAN
Der Elektronikkonzern Apple wollte bei Twitter einsteigen. Nach der gescheiterten Zusammenarbeit mit Facebook beim Musiknetzwerk Ping näherte sich der Konzern dem Kurznachrichtendienst an. Bis heute haben beide eine besonders enge Beziehung.

Apple hat sich offenbar um einen groß angelegten Einstieg beim Kurznachrichtendienst Twitter bemüht. Es sei um eine strategische Investition im Wert von mehreren 100 Mio. Dollar gegangen, berichtete die "New York Times" am Samstag. Dabei sei für Twitter ein Firmenwert von insgesamt etwa 10 Mrd. Dollar zugrunde gelegt worden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Derzeit gebe es keine Gespräche. Nach Informationen der Financial Times liegen die Verhandlungen mehr als ein Jahr zurück.

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Der weltweit etwa 140 Millionen Nutzer zählende Kurznachrichtendienst ist bereits in das iPhone und Apples Tablet-Computer iPad integriert. Im Falle eines Einstiegs könnten sich auch die Geschäftsbeziehungen zwischen den Firmen vertiefen, hieß es.

Fraglich sind allerdings die Geschäftschancen der sozialen Netzwerke. Twitter wie auch Facebook kämpfen noch darum, aus der gewaltigen Kundenbasis mehr Geld zu schlagen. Dies setzt den Börsenneuling Facebook  am Aktienmarkt immens unter Druck. Auch Twitter wurde als aussichtsreicher Börsenkandidat gehandelt.

Während Apple  mit iPhone und iPad Milliarden verdient und mit der iTunes-Plattform den Vertrieb von Musik und anderer Medien umkrempelte, konnte das Unternehmen bisher nicht in der Welt der Onlinenetzwerke punkten. Sein Musiknetzwerk Ping führt nach knapp zwei Jahren ein Schattendasein - obwohl das Potenzial mit mehr als 300 Millionen Nutzern der iTunes-Plattform riesig wäre. Apple-Chef Tim Cook gestand kürzlich ein, dass Ping sich schwach entwickelt habe und eingestellt werden könnte.

Apple wollte bei Ping ursprünglich mit Facebook zusammenarbeiten. Doch die Bedingungen des weltgrößten sozialen Netzwerks seien unannehmbar gewesen, ließ damals Apple-Gründer Steve Jobs ohne nähere Erklärung verlauten. Daraufhin zeichnete sich eine Annäherung mit Twitter ab. Im vergangenen Jahr wurden Twitter-Funktionen in großem Stil in Apples mobiles Betriebssystem iOS integriert. Nach Informationen der Financial Times gab es zu dieser Zeit auch die Gespräche über einen Einstieg.

Inzwischen hat sich aber auch das Verhältnis zwischen Apple und Facebook verbessert. Von beiden Seiten wurde zuletzt mitgeteilt, dass sie sich als Partner sehen. Mit dem im Herbst erscheinenden neuen Betriebssystem iOS 6 wird es eine vertiefte Integration von Facebook in die Apple-Software geben. Twitter teilte zuletzt außerdem mit, das Unternehmen habe genug Geld und keine Eile, sich zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten zu erschließen. Die Unternehmen haben dennoch eine besonders enge Beziehung: Nach Informationen der Financial Times ist einer der Twitter-Vizepräsidenten, Kevin Thau, nur für die Zusammenarbeit mit Apple abgestellt.

FTD, DPA, Reuters

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