HTC Desire
Bislang haben weder Smartphonehersteller wie
Apple , HTC oder
Google noch die Softwareprogrammierer große Anstalten gemacht, den Datenverkehr zu begrenzen. Schließlich profitieren sie davon: Anhand der Daten können sie äußerst präzise Personenprofile erstellen, um passende Werbung auf das Smartphone zu übermitteln.
Grundsätzlich ist dagegen auch nichts einzuwenden. Der Nutzer kann so Tipps erhalten, die zu seinem jeweiligen Standort passen. Zudem sind durch die Werbeangebote viele Apps kostenlos. Allerdings sollte niemand die Kontrolle darüber verlieren, welche persönlichen Daten er preisgibt. Smartphones mit GPS-gestützter Ortung, Internetzugang und großer Rechenleistung sind ein junger Markt. Im Hype um jedes neue iPhone scherte sich bislang niemand so recht um Privatsphäre.
Die jetzt angestrengte Sammelklage sollte daher ein Umdenken einleiten, sowohl bei den Anbietern als auch bei den Nutzern. Private Daten sind zu wertvoll, um sie für ein kleines Handyspiel einzutauschen. Dessen müssen sich die Smartphonekäufer bewusst werden. Sie sind ja nicht gezwungen, sämtliche Informationen preiszugeben, sondern könnten etwa Apps auswählen, die nur begrenzt auf private Daten zugreifen.