Am Mittwoch enthüllte das Unternehmen den Prototypen eines entsprechenden Internetangebots, auf dem Werbetreibende selbst Annoncen buchen können. Getestet wird das neue Angebot zunächst in Singapur und Frankreich.
Microsoft startet damit einen Angriff auf
Googles mit Abstand wichtigste Einnahmequelle. Zugleich schmälert das neue Angebot mittelfristig den Umsatz des Internetmedienkonzerns
Yahoo , der bislang die Vermarktung von Microsofts Internetsuche übernimmt. Der Softwarekonzern betonte am Mittwoch jedoch, auch weiterhin mit Yahoo zusammenarbeiten zu wollen. Nach Schätzungen der Investmentbank Smith Barney hat Yahoo im vergangenen Jahr durch die Vermarktung der Microsoft-Suchmaschine 658 Mio. $ Umsatz eingespielt.
Microsoft muss sich sputen, um in dem schnell wachsenen Markt nicht zurückzufallen. Nach Zahlen des US-Marktforschers Comscore vom Januar stagniert der Marktanteil von Microsofts Internetsuche, die beiden Marktführer sind Google (35 Prozent) und Yahoo (31,8 Prozent).
Um die Buchung von Suchbegriffen für Werbekunden attraktiver zu machen, will Microsoft die Schlagworte mit demografischen Daten wie Alter, Geschlecht oder Wohnort und Nutzungsdaten wie der Uhrzeit der Internetsuche anreichern.