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Merken   Drucken   02.09.2012, 10:10 Schriftgröße: AAA

Missstände in Fabriken: Chinesische NGO wirft Samsung Kinderarbeit vor

Zuerst klagte die Nichtregierungsorganisation China Labor Watch einen Samsung-Zulieferer der Kinderarbeit an, jetzt steht der südkoreanische Elektronikhersteller selbst in der Kritik. Abkassieren sollen die Lehrer der Kinder.

Der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung setzt in einigen seiner chinesischen Fabriken einem Magazinbericht zufolge angeblich Kinder ein. Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf einen Report der in New York ansässigen Nichtregierungsorganisation China Labor Watch über diverse Missstände in sechs firmeneigenen Samsung-Fabriken in China. In drei der untersuchten Fabriken soll demnach sogar Kinderarbeit weit verbreitet sein.

Die teils unter 16 Jahre alten Schüler würden laut China Labor Watch von den Lehrern zur Fabrikarbeit gezwungen, weil sie sonst kein Abschlusszeugnis erhielten. Die Verträge würden dabei direkt zwischen Schule und Fabrikbetreibern ausgehandelt, die Schulen bekämen im Gegenzug Geld, stellt der Bericht der Organisation fest. Das Papier soll Mitte der Woche veröffentlicht werden und liegt dem "Spiegel" nach eigenen Angaben exklusiv vor.

Die Organisation prangert dem Magazin zufolge auch noch weitere Missstände an, darunter "gefährliche Arbeitsbedingungen", "ungültige Arbeitsverträge" und zu viele Überstunden. Samsung teilte dem Magazin am Freitag auf Anfrage mit: "Wir haben Kenntnis von dem Bericht von China Labor Watch und analysieren die Situation vollständig."

Bereits Anfang August hatte China Labor Watch über Kinderarbeit in den Fabriken des Samsung-Zulieferers HEG Electronics (Huizhou) berichtet.

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Dessen ungeachtet erfreut sich Samsung  in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Im Juni erreichten die Südkoreaner mit ihren Galaxy-Handys einen Rekord-Verkaufsanteil von 53 Prozent, wie das Magazin "Focus" unter Berufung auf Daten der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung berichtete. Damit entschied sich in dem Monat jeder zweite Smartphone-Käufer für ein Galaxy-Modell. Im Februar waren es noch 37 Prozent. US-Rivale und iPhone-Hersteller Apple  fiel im selben Zeitraum von 22 auf 16 Prozent zurück, wie es in dem Bericht weiter hieß. Dies könne aber dem Magazin zufolge auch daran gelegen haben, dass viele Apple -Fans auf das neue iPhone 5 warteten. Der finnische Konzern Nokia  verlor von neun auf vier Prozent.

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  • Reuters, 02.09.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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