IAA: PS-Träume in Bildern
Den Ausweg soll die drahtlose Vernetzungsmethode Bluetooth bringen, die sich als Standard für Fahrzeuge etabliert. Thorsten Wichmann, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Berlecon Research: "Bluetooth ist ein sehr robuster Funkstandard, der funktioniert, egal wo die Geräte im Auto liegen." Über den digitalen Nahfunk kann jedes moderne Handy an die Freisprechanlage im Fahrzeug angeschlossen werden. Die auf der SIM-Karte hinterlegten Telefonnummern und Kurzwahlen sind damit auch im Auto verfügbar. Das Telefon kann recht bequem durch Knöpfe am Lenkrad bedient werden.
Sprechende Navigationssysteme
Bluetooth bringt zudem Navigationssysteme zum Sprechen. Diese funktionieren heute meist auf Basis von Pocket-PCs, auch PDA genannt. Zu einem kompletten "Navi" mit Straßenkarten und Sprachausgabe werden die Minicomputer durch die passende Software, einen Empfänger für die Satellitennavigation GPS und den Anschluss an die Freisprechanlage.
Der niederländische Hardwareanbieter Tom Tom geht noch einen Schritt weiter und lässt sogar den Minicomputer weg: Sein "Mobile 5"-Navigationssystem besteht lediglich aus einem GPS-Empfänger mit Bluetooth von der Größe einer Zigarettenschachtel. Die Streckenberechnung und die Kartenanzeige erfolgen auf einem Smartphone-Handy, das auf dem Armaturenbrett festgesteckt werden kann.
Nachgerüstete Technik oft das Modernste im Auto
Da das Entwicklungstempo von Fahrzeug- und Unterhaltungselektronik weit auseinander klafft, ist die nachgerüstete Technik heute oft das Modernste im Auto. "Ein Problem ist, dass die heutigen Autos keine Buchsen zum Anschluss neuer Geräte haben", sagt Wichmann. Er selbst kann seinen MP3-Player iPod nur über einen Adapter im Kassettenfach seines Autoradios anstöpseln. "Elegant ist das nicht", sagt er. "Wer lediglich einen CD-Player eingebaut hat, kann gar keinen MP3-Player anschließen."
In den vergangenen Monaten kamen fast alle Automarken mit Anschlussmöglichkeiten für den iPod von Apple heraus. Sie haben fast keine andere Wahl, erzählt Klaus Goldhammer, Geschäftsführer der Berliner Consultingfirma Gold Media: "Der iPod ist vor allem in den USA so verbreitet, dass jede Firma Erweiterungen dafür anbieten muss, die dort Autos verkaufen möchte."