Nach Bekanntwerden der Verkaufsabsichten legte die T-Aktie bis zum Nachmittag um 2,68 Prozent auf 9,38 Euro zu.
Aus informierten Kreisen hieß es, alle drei Gesprächspartner hätten Interesse an einer Übernahme signalisiert. Allerdings seien die Gespräche noch in einem frühen Stadium, niemand habe bislang ein konkretes Gebot abgegeben.
"Mit etwas Glück wird es zu einem Dreierrennen kommen", sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Da sich die Weltwirtschaft und die Aktienkurse zu erholen scheinen, erhoffe sich die Telekom durch den Verkauf Einnahmen in Höhe von 4 Mrd. Euro, sagte die Person.
Ebenfalls auf dem Tisch liegt offenbar noch der Vorschlag von France Telecom, T-Mobile UK mit der Konzerntochter Orange zu verschmelzen. Als weniger wahrscheinlich gilt dagegen ein Tauschgeschäft. Die Telekom hatte auf den türkischen Ableger des Rivalen Vodafone spekuliert.
Bei der Telekom hieß es, bis Mitte oder Ende Oktober könnten die Gespräche sehr weit voranschreiten. In Interessentenkreisen gilt dies aber als eher unwahrscheinlich. Ein Abschluss werde mehr Zeit benötigen, hieß es.
Bei der Deutschen Telekom und den drei potenziellen Interessenten war niemand zu einer Stellungnahme bereit. Auch bei JP Morgan wollte sich niemand äußern. Die US-Bank war im Sommer von der Telekom damit beauftragt worden, die strategischen Möglichkeiten von T-Mobile UK durchzuspielen. Telekomexperten bewerteten die britische Telekom-Tochter damals mit 3 Mrd. Euro bis 4 Mrd. Euro. Seither sind die Aktienkurse jedoch gestiegen, da sich die Anzeichen mehren, dass die schwere Wirtschaftskrise ihren Höhepunkt Anfang des Jahres überschritten haben könnte.