Grund für die Wachstumserwartungen ist, dass viele Unternehmen wieder verstärkt in Informationstechnologie investieren. Das geht aus einer Studie des Marktforschungsunternehmens Lünendonk hervor, die der FTD vorliegt.
Das Geschäft der Technologieberater dürfte sich somit weiter beleben. Nach zwei Jahren mit sinkenden Umsätzen und einem Preiskampf auf dem Markt, ist die Nachfrage nach IT-Beratung und Systemintegration 2004 bereits um 1,5 Prozent gestiegen.
"Viele Unternehmen stehen nach den drastischen Ausgabekürzungen bei der IT immer mehr unter dem Zwang, ihre Systeme zu erneuern", sagte Tobias Ortwein vom IT-Beratungsunternehmen Pierre Audoin Consultants. Allerdings werde etwa die in vielen Unternehmen anstehende Umstellung auf die neue Unternehmenssoftware-Version des führenden Anbieters SAP erst langsam sichtbar.
Insgesamt ist das Marktvolumen nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom 2004 auf 13,7 Mrd. Euro gewachsen. Die 25 größten IT-Beratungsunternehmen konnten laut Lünendonk den Umsatz um durchschnittlich vier Prozent steigern.
Ranking der Standard-Software-Unternehmen
Ranking der IT-Beratungs- und Systemintegrations-Unternehmen
"Die Auftragslage und die Auslastung der Berater haben sich 2004 spürbar verbessert", sagte Martin Jetter, Deutschland-Chef von IBM Consulting Services. Vor allem die Einführung neuer Software zur Verwaltung von Kundenbeziehungen stehe bei den Unternehmen verstärkt auf der Agenda.
Auch in den Verwaltungen der Unternehmen werde künftig nachgerüstet, prognostiziert Stephan Scholtissek, Deutschland-Chef der IT-Beratungsfirma Accenture. "Unternehmen werden versuchen, diese Prozesse zu optimieren", sagte Scholtissek. "Wir schätzen, dass das Marktvolumen in diesem Bereich auf einen dreistelligen Milliardenbetrag in den nächsten zehn Jahren wachsen wird."