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10.08.2007, 14:00
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Schöne neue Technikwelt:
Mein Leben mit dem Motorokr Z6
Wer auf der Suche nach einem schicken und unkomplizierten Musikhandy ist, sollte sich das Motorokr Z6 von Motorola anschauen. Dieses zeichnet sich durch kabellosen Musikgenuss aus - allerdings kann das Hören per Bluetooth zu Komplikationen führen.
von Björn Maatz (Hamburg)
"Smartphones sind ja nicht so dein Ding - möchtest du lieber ein schönes Musikhandy mit Bluetooth testen?" Mit der Frage hat mich ein Kollege vor Kurzem mal wieder für einen Techniktest geködert - weiß er doch, dass ich genauso ein Musikfreak bin wie er. Das schöne und zugleich schlichte Design mit einfachem Schiebemechanismus und die in Schwarz und Silber gehaltene Metallic-Optik des Motorokr Z6 sagen mir auch gleich zu.
Nach der zweistündigen Aufladeprozedur fährt der schlanke Nachfolger des Motorizr Z3 in einer vergleichsweise moderaten Zeitspanne von rund 20 Sekunden hoch. Eine einfach gestaltete Bedieneroberfläche macht die Funktionssuche selbst für mich zum Kinderspiel. Das Linux-Betriebssystem ermöglicht es mir, neue Ordner anzulegen und die Menüreihenfolge zu verändern.
Neben gängigen Features wie 2-Megapixel-Kamera, Dateimanager und Internetzugang fällt mir vor allem die praktische Voice-Dialling-Funktion auf: Ich muss nur kurz eine Taste an der Seite des Handys gedrückt halten, bis mich eine autoritäre Männerstimme auffordert, ihr einen Namen aus meinem Adressbuch zu nennen. Wenn sie diesen beim ersten Mal nicht versteht, klingt sie gleich gereizt: Die Worte "Wiederholen Sie bitte" hören sich alles andere als freundlich an. Okay, okay, ich bemühe mich um eine saubere Aussprache.
Das Motorokr Z6 baut auf dem Motorizr Z3 auf
Das Handy spricht mit mirAllerdings untergräbt die Stimme ihre Autorität doch sehr, indem sie das Wort Handy so ausspricht, dass es wie eine Mischung aus Japanisch und Französisch klingt. Das Telefon kann mir auf Knopfdruck auch sagen, wie voll die Batterie noch ist, ob ich neue Mitteilungen habe und was ich heute laut Kalendereintrag noch alles erledigen muss.
Motorolas Designerstück hat also eigentlich alle wesentlichen Features, die man heutzutage von einem Mobiltelefon erwarten darf. Doch bei mir steht die Musik im Fokus: Lange dauert die schmerzhafte Auswahl, mit welchen Songs ich die mitgelieferte Speicherkarte bestücke. Es ist gar nicht so einfach, die nur ein Gigabyte fassende Speicherkarte vollzuladen - viel zu wenig Platz für zu viel schöne Musik.
Musik lässt sich problemlos übertragen
Die Übertragung auf das Mobiltelefon funktioniert komplikationslos über den Windows Media Player und das mitgelieferte USB-Kabel. Schon nach wenigen Minuten befindet sich mit Fu Manchu, Kyuss, Motorpsycho, Nada Surf und The Cat Empire ein repräsentativer Ausschnitt meines Musikgeschmacks auf dem Motorokr Z6.
In der hier schon angedeuteten alphabetischen Aufzählung verbirgt sich eine aus Musikliebhabersicht eklatante Schwäche: Die Stücke lassen sich nur alphabetisch und nicht in der Albumreihenfolge anspielen. Selbst wenn durch zunehmende Downloads einzelner Stücke das Konzept einer Albumreihenfolge immer mehr in Frage gestellt wird - für mich ist das ein echtes Manko. Da hilft es mir auch nicht weiter, dass ich nach Interpret, Song- sowie Albumtitel suchen kann. Immerhin lassen sich auf dem Telefon eigene Playlists kreieren.
Als nächstes checke ich die Bluetooth-Funktion, die unter dem Menüpunkt "Verbindungen" leicht zu entdecken ist: Doch das Mobiltelefon erkennt das zugehörige Bluetooth-Headset nicht. Natürlich, das will ja auch noch aufgeladen werden. Also vergehen zwei weitere quälende Stunden, in denen ich mich zum ersten Mal frage, ob die schöne neue Welt ohne Kabelverbindungen vielleicht erst dann Sinn hat, wenn wir keine Steckdosen mehr zum Aufladen benötigen.
Teil 2: Warum sich das Handy am Badestrand gut macht
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FTD.de, 10.08.2007
© 2007 Financial Times Deutschland,
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