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27.07.2007, 14:00
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Schöne neue Technikwelt:
Mein Leben mit dem Smartphone P1i
Mit dem P1i, seinem neuen Flaggschiff und Nachfolger des P990i, wirbt Sony Ericsson erneut um Geschäftskunden. Aber nicht nur in Führungsetagen lohnt ein Blick auf den Allrounder - auch für Privatanwender könnte das Smartphone interessant sein.
von David Reimann (Hamburg)
Im Herbst möchte ich mir ein Handy kaufen. Nach gründlicher Recherche hat mir das Datenblatt des P1i von Sony Ericsson am besten gefallen. Mit dem Cybershot-Handy aus gleichem Hause habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht und die Business-Funktionen klingen vielversprechend. Mit großer Freude sage ich sofort zu, als mir ein P1i zum ausführlichen Test angeboten wird. Kurz darauf halte ich das Gerät in den Händen und kann das jüngste Ergebnis des japanisch-schwedischen Joint Ventures auf die Probe stellen.
Frontansicht des P1i von Sony Ericsson
Das Gewicht liegt bei geringen 124 Gramm, obwohl das Gehäuse teilweise aus Edelstahl ist. Das P1i vereint zahlreiche Funktionen, die Managern den Alltag erleichtern sollen. Kein Handy mehr, sondern ein Minicomputer, gerade mal so groß wie eine Audiokassette. Beim Einschalten werden auch schon erste Parallelen zu einem richtigen Computer deutlich. Inklusive PIN-Eingabe vergeht nicht weniger als eine Minute bis das System vollständig hochgefahren ist.
Einfaches HandlingZudem zeigt sich gleich die erste Besonderheit: Das P1i kann ganz normal oder aber im Flugmodus gestartet werden. Diese Betriebsart verzichtet auf Netz- und Radiofunktionen. Dadurch kann ich das P1i auch in Situationen verwenden, in denen Mobiltelefone sonst nicht erlaubt sind, wie etwa in Krankenhäusern oder Flugzeugen.
Der erste Eindruck ist insgesamt gut. Wer bereits ein anderes Handy von Sony Ericsson bedient hat, wird sich auch mit dem P1i schnell zurechtfinden. Aber auch für alle anderen gilt: Große Symbole und eine einfach zu belegende Schnellstartleiste machen die Navigation zum Kinderspiel.
Obwohl die Handschrifterkennung gut funktioniert, gebe ich Zeichen bei der Texteingabe per Stift über die Bildschirmtastatur ein.
Der Sinn der unter dem Display angebrachten Multifunktionstastatur hat sich mir jedoch nicht erschlossen, zumal die Tasten selbst für meine nicht besonders großen Finger viel zu klein sind. Das altmodische Eintippen einer Telefonnummer geht damit aber immer noch ganz gut. Dennoch würde ich die Tastatur liebend gerne gegen ein noch größeres Display eintauschen. Andere Hersteller zeigen mit aktuellen Geräten, wie das funktioniert.
Arbeiten an fast jedem Ort der WeltVia WLAN, UMTS oder GPRS geht es online. Mit dem Webbrowser Opera werden die Seiten im Querformat angezeigt - die Darstellung ist mehr als gelungen. Wichtiger als surfen ist mir jedoch das Empfangen und Versenden von E-Mails.
Komfortable surfen mit dem Browser Opera
Die Einrichtung meiner E-Mail-Konten klappt auf Anhieb. Über die Funktion Push-E-Mail kann ich jederzeit neue E-Mails auf dem Display des Telefons anzeigen. Das P1i unterstützt sowohl die Standards POP als auch IMAP zum Empfang von E-Mails. Damit habe ich die Möglichkeit, entweder nur eine Kopie der E-Mail auf mein Handy übertragen zu lassen, oder diese endgültig vom Mail-Server herunterzuladen. Sobald ich eine E-Mail auf einem der Systeme lösche, wird dies bei der nächsten Synchronisation auf dem jeweils anderen ebenfalls erledigt.
Apropos Synchronisation: Kontakt- und Kalenderinformationen können mit den Daten auf dem PC abgeglichen werden. Zusätzliche Termine aus E-Mails werden auf Wunsch automatisch meinem P1i-Kalender hinzugefügt. Die Anwendungen Word, Excel sowie Power Point und Acrobat Reader werden von mir nur selten genutzt. Die Darstellung von herkömmlichen Dokumenten ist mir auf dem Handy-Display zu klein.
Visitenkarten direkt ins TelefonbuchDie integrierte 3,2-Megapixel-Kamera sorgt für ansprechende Bilder in ordentlicher Qualität. Für meine Urlaubsfotos werde ich dennoch eine richtige Digitalkamera bevorzugen. Mehr als Schnappschüsse sind nicht möglich. Aufnahmen in Bewegung gelingen ebenso selten wie zufriedenstellende Fotos bei variierenden Lichtverhältnissen.
Genial beim P1i hingegen finde ich den in der Kamera integrierten Visitenkartenscanner. Mit ihm muss ich auf Reisen nicht eine Visitenkarte nach der anderen mühsam abtippen, sondern kann diese einfach in Nahaufnahme fotografieren, die Kontaktdaten werden dank Kartenscanner automatisch per Texterkennung direkt ins Telefonbuch übertragen.
Teil 2: Das P1i auf Augenhöhe mit anderen Smartphones
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FTD.de, 27.07.2007
© 2007 Financial Times Deutschland,
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