Festplatte kaputt - kein Problem, sagen Datenrettungsfirmen
Das bedauerlicherweise verschwundene Gerät, das mir zu diesem Zeitpunkt seit exakt vier Monaten fehlt, ist ein PDA von Hewlett-Packard. Ich hatte mir den Mini-Computer für eine längere Reise gekauft, als digitales Tagebuch. Am Tag meines Rückflugs machte ich noch ein paar letzte Notizen, wollte speichern, bekam eine Fehlermeldung - und war auf einmal die Aufzeichnungen von sechs Wochen los, rund 44.000 Zeichen, etwa 15 DIN-A4-Seiten.
Ärgerlich, sehr ärgerlich sogar, doch ich habe Hoffnung. Schließlich liest man heute ständig, dass auch verschwundene Daten eigentlich gar nicht weg seien. Man brauche nur die richtigen Programme und Spezialisten, um sie wiederzuholen. Im Internet preisen Dutzende von Dattenrettungsunternehmen ihre Dienste an. Eines davon ist die Firma Datenphoenix, die auf ihrer Homepage prominente Kunden wie IBM, Airbus und BMW nennt und eine kostenlose Analyse anbietet. Trotz einer Adresse in der repräsentativen Berliner Friedrichstraße habe ich ein etwas mulmiges Gefühl dabei, das Gerät per Post durch die Republik zu schicken. Deshalb sende ich den PDA am 10. Januar 2007 per Einschreiben an die Firmenzentrale.