Für Unterhaltung sorgt dabei eine Kollegin, die den Rest des Raumes unfreiwillig an ihrem Telefonat teilhaben lässt. Sie ist auf der Suche nach einer Rüdiger-Hoffmann-CD, freut sich, die "Tagesschau" aufs Handy bekommen zu haben und war gestern Abend nach eineinhalb Gläsern Rotwein völlig betrunken. Immerhin saß diese junge Dame am gegenüberliegenden Ende des Raumes. Leider telefonieren die meisten Kollegen leiser.
Bis auf die asiatischen Berichterstatter, die sich trockene Toastbrotscheiben mit Marmelade beschmieren, wird hier konzentriert gearbeitet. Die geschäftige Stille steht im krassen Kontrast zum Draußen. Dort muss ich gleich wieder hin. Durch die lärmigen Hallen zur nächsten Keynote mit dem Thema "Imaging Vision". Ich hoffe, dass diese Veranstaltung weniger langweilig wird, als die leidenschaftslose Standführung, die ich am Vortag über mich ergehen ließ.
Im Grund sind das wichtigste an der Messe ja sowieso nicht die Produkte, sondern der persönliche Kontakt zu den Ansprechpartnern der jeweiligen Konzerne. Mit denen kann man auch Spaß haben - abends, nach der Ifa.