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  01.08.2008, 14:00    

Schöne neue Technikwelt: Mein Leben mit einer elektronischen Zahnbürste

An dieser Stelle habe ich schon vor einigen Jahren über meine Erlebnissen mit elektronischer Zahnreinigung berichtet. Damals fehlte mir bei dem Reinigungsgerät eine wichtige Komponente: Das Display. Davon gibt es jetzt sogar zwei - die schicke Lösung fürs Bad. von Andreas Albert (Hamburg)
Die Reinigung des Gebisses sollte nicht unterschätzt werden. Seit meinen ersten Versuchen mit einer elektronischen Zahnbürste geht es nicht mehr ohne den akkubetriebenen Zauberstab. Zwar ist die Muskulatur meines rechten Armes deutlich erschlafft, seit ich nicht mehr manuell meine Kräfte vergeude. Dafür kann ich darüber nun strahlend lächeln.
Die Oral-B-Triumph hat zwei Displays   Die Oral-B-Triumph hat zwei Displays
Forschungen haben ergeben, dass die perfekte Zahnputzzeit rund zwei Minuten betragen sollte. Alles darunter erfüllt seinen Zweck nicht richtig, alles darüber verbessert das Ergebnis nur minimal. Allerdings haben die gleichen Forscher festgestellt, dass die durchschnittliche Zahnputzzeit in Deutschland deutlich unter zwei Minuten liegt. Dabei stellen sich viele Zeitgenossen eine Sanduhr neben das Waschbecken, um die Putzzeit zu messen.
Nun kommt mir keine Sanduhr in mein High-Tech-Badezimmer. Bei Digitaluhren mit Sekundenanzeiger vergesse ich dagegen schon nach wenigen Sekunden, wann ich angefangen habe, da meine Gedanken häufig abschweifen.
Smartes Messinstrument
Bei früheren akkubetriebenen Modellen machte mich ein Vibrieren darauf aufmerksam, zum nächsten Zahnquadranten zu wechseln. Bei der Oral B-Triumph mit Smartguide gibt es jetzt sogar zwei Displays. Eines direkt in der Zahnbürste für den Akkustand und ein weiteres, das mir unter anderem die verputzte Zeit anzeigt.
Beim Vorgängermodell mit internem Display wurde zwar auch die Putzzeit angezeigt - allerdings konnte ich das mit der Zahnbürste im Mund nicht ablesen. Nun haben die Weißkittel in den Forschungslaboren also nachgedacht und es ausgelagert. Das in einem externen Gehäuse untergebrachte Display kann überall im Bad aufgestellt werden. Und es kann noch mehr. So zeigt es mir beispielsweise an, wenn ich zu fest drücke und wann es Zeit ist, den Bürstenkopf zu wechseln.
Da steckt jede Menge Technik drin: Die nackte Zahnbürste   Da steckt jede Menge Technik drin: Die nackte Zahnbürste
RFID-Chips und Funkwellen
Woher das Reinigungsgerät das weiß? Es arbeitet mit RFID-Chips, die signalisieren, wann der Bürstenkopf aufgebraucht ist. Der Kontakt zwischen Bürste und Display wird über Funk hergestellt. So viel Hightech in einer Zahnbürste war für mich schon Grund genug für die Anschaffung.
Wenn ich mir gerade nicht die Zähne putze, wird die Uhrzeit angezeigt. Was mir allerdings noch fehlt ist die Beleuchtung. Zähne putzen geht jetzt nur noch bei Licht. Vielleicht ein Fall für die nächste Generation. Ach ja, was die Putzleistung angeht - mein Zahnarzt ist zufriedener mit mir, seit ich nicht mehr mit einer mechanischen Bürste zu Werke gehe. Er braucht nun weniger Zeit für mich und kann sich um so länger seinen Privatpatienten widmen.
  • 01.08.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland
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