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Merken   Drucken   29.04.2005, 14:00 Schriftgröße: AAA

Schöne neue Technikwelt: Mein Leben mit einer WLAN-Karte

Surfen auf dem Balkon, E-Mails lesen im Café - das drahtlose Internet verspricht grenzenlose Freiheit. Voraussetzung ist ein WLAN-fähiges Notebook. Oder eine PC-Karte zum Aufrüsten. von Andreas Albert, Hamburg
Die D-Link DWL-G650+ erlaubt drahtlosen Surfspaß auch mit älteren ...   Die D-Link DWL-G650+ erlaubt drahtlosen Surfspaß auch mit älteren Notebooks
Hat Ihr Notebook WLAN an Bord? Dann können Sie sich glücklich schätzen. Für meinen alten Laptop brauche ich eine Einschubkarte, um drahtlos ins Netz zu kommen.
Ich habe mich für die DWL-G650+ von D-Link entschieden. Die PCMCIA-Karte unterstützt WLAN nach dem Standard 802.11g, was mir Datenraten bis zu 54 Megabit pro Sekunde (Mbps) verspricht. Außerdem ist sie zum Standard 802.11b abwärtskompatibel, was wohl eine schöne Sache ist - da ich aber zu Hause kein drahtloses Netz installiert habe, bin ich ohnehin auf die Technik der Hotspots angewiesen.
In Hamburg habe ich glücklicherweise eine relativ große Auswahl an kostenlosen Zugängen. Viele Kneipen und Cafés bieten drahtlosen Einlass ins Internet. Eine Studie des Chipherstellers Intel hat meine Heimatstadt sogar einmal zu Deutschlands Hotspot-Metropole gekürt.
Erst die Installation, dann das Vergnügen
Aber vor den Spaß hat der liebe Gott die Installation gesetzt. Beim Auspacken werde ich bereits von Warnhinweisen aufgeschreckt: Auf keinen Fall die Karte einstecken, bevor die Software installiert ist. Da ich überhaupt keine Lust auf Komplikationen habe, halte ich mich strikt an die Anweisungen. Zunächst prüfe ich die Kompatibilität und bin erleichtert, dass mein Notebook mit seinem 400 Megahertz Pentium-II-Prozessor die Mindestanforderungen übertrifft. Auch mit Windows 2000 und 128 Megabyte RAM erfülle ich wichtige Kriterien.
Die Installation der Software ist eine Sache von wenigen Minuten und einem Neustart. Gespannt stecke ich die Karte ein und klicke auf dem Desktop das Symbol der Software. Mit einem Blinken der LEDs zeigt mir die DWL-650G+ Bereitschaft an. In der Software finde ich unter Site Survey die WLAN-Netze in meiner Nähe. Aus meiner Wohnung hätte ich Zugriff auf vier verschiedene drahtlose Netze. Leider sind sie alle verschlüsselt.
Internetsurfen im Freien wird immer beliebter   Internetsurfen im Freien wird immer beliebter
Surfen im Biergarten
Nachdem ich mir über meinen stationären Rechner zuhause einen Überblick über die Standorte der Hamburger Hotspots verschafft und die Liste auf der Notebook-Festplatte gesichert habe, geht es raus ins Freie. Im Biergarten um die Ecke hole ich meinen Rechner raus. Zum Glück bin ich nicht der einzige, der seinen tragbaren Computer mit in die Kneipe nimmt.
Zuerst wecke ich den Rechner aus dem Ruhezustand. Dann muss ich einfach nur die WLAN-Karte einstecken und den Browser starten. Dort komme ich automatisch auf eine Zugangsseite, auf der ich mich einloggen kann. Beim ersten Mal muss ich mich registrieren. Genauso funktioniert das Prinzip an den kommerziellen Hotspots, beispielsweise von T-Online - dort allerdings mit Angabe der Kreditkartendaten.
Hat man es einmal geschafft, sich in ein WLAN-Netz einzuloggen, sind dem Spaß keine Grenzen mehr gesetzt. Die Datenübertragungsraten sind zwar nicht mit den fünf Mbps zu vergleichen, die ich von zuhause gewohnt bin, aber das Internetsurfen ohne Kabel und Strippen wiegt das Manko locker auf. Allerdings nur mit einem leistungsfähigen Akku. Denn leider zieht die Karte schon einiges an Strom. Ein guter Grund, sich einen größeren Ersatzakku fürs Notebook zuzulegen.
  • FTD.de, 29.04.2005
    © 2005 Financial Times Deutschland,
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