Loewe hat wegen einer mauen Nachfrage seine Umsatz- und Gewinnprognose kassiert. Das bisherige Ziel, für das Gesamtjahr 2012 ein Umsatzwachstum und ein deutlich besseres Ergebnis zu erreichen, sei nicht mehr realistisch, teilte der größte deutsche TV-Hersteller am Montagabend mit.
Nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr habe Loewe im dritten Quartal vor allem "eine negative Marktentwicklung" zu schaffen gemacht. So sei der Markt für LCD-TVs allein in Deutschland im August 2012 wertmäßig um elf Prozent zurückgegangen. In einzelnen Auslandsmärkten sei der Rückgang noch größer ausgefallen. Generell habe die anhaltende Krise in weiten Teilen Europas das Geschäft von Loewe belastet.
Der größte deutsche TV-Hersteller hat immer mehr mit koreanischen Konkurrenten zu kämpfen, die auf dem europäischen Markt inzwischen mehr als jeden dritten Apparat verkaufen. Im August hatte Vorstandschef Oliver Seidl allerdings noch an der Prognose für das Gesamtjahr festgehalten. Demnach sollten die Einnahmen eigentlich über dem Vorjahresniveau von 274 Mio. Euro liegen und das Ergebnis besser ausfallen als der Vorjahresverlust von elf Mio. Euro.
Auf vorläufiger Basis lag der Umsatz des Konzerns im dritten Quartal mit rund 47 Mio. Euro um 30 Prozent unter dem Vorjahreswert von 67,4 Mio. Euro, wie Loewe weiter mitteilte. In den ersten neun Monaten sei der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr somit um sieben Prozent auf etwa 173 Mio. Euro gesunken. Durch das niedrigere Umsatz- und Produktionsvolumen erzielte Loewe im dritten Quartal demnach einen Verlust vor Zinsen und Steuern.
Dagegen sei die Branchenmesse Ifa in diesem Jahr für Loewe erfolgreich verlaufen, teilte das Unternehmen weiter mit. Darauf aufbauend gehe man von einer positiven Marktentwicklung zum Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal aus. Loewe verwies dabei auf die Einführung neuer Home-Entertainment-Systeme.