Das taiwanische Unternehmen ist der weltweit drittgrößte Hersteller von Flachbildschirmen. Der prognostizierte Rückgang zeigt, wie sehr der Konjunkturabschwung das Verbraucherverhalten in den USA und Europa beeinträchtigt. Früher war die Zahl der verkauften Flachbildschirme selbst in konjunkturell schwierigen Zeiten gestiegen. 2009 hingegen wird der weltweite Absatz von Flachbild-Computermonitoren wahrscheinlich um rund drei Prozent auf 160,6 Millionen Geräte sinken, sagte das taiwanische Beratungsunternehmen Witsview voraus.
Nach der Erfindung der Flachbild-Computermonitore Mitte der 90er-Jahre begannen Unternehmen und Privatpersonen, ihre Röhrenbildschirme durch LCD-Flachbildschirme zu ersetzen. Daraus entstand eine Branche, die jährlich Abermillionen Bildschirme produzierte - von 65-Zoll-Fernsehern bis hin zu 1,5-Zoll-Bildschirmen für Mobiltelefone.
"Als wir vor zwölf Jahren in die Branche eingestiegen sind, boomte sie", sagte AU-Optronics-Chairman Lee. "Sie wuchs so schnell, dass das einzige Problem auf der Angebotsseite lag", sagte er in Bezug auf die Kapazitätsausweitung, die die Preise gedrückt hatte. Dieses Mal liege das Problem auf der Nachfrageseite. Im Juni hatten TV- und Bildschirmhersteller begonnen, ihre Prognosen zu senken. "Niemand will mehr Geld ausgeben", sagte Lee. Seine Fabriken seien nur noch zu 60 Prozent ausgelastet.
Die Nachfrage nach Flachbildschirmen könnte angekurbelt werden, wenn die Hersteller ihre Angebotspalette erweiterten, sagte Lee. So habe AU Optronics einen Computermonitor auf den Markt gebracht, der auch für hochauflösendes Fernsehen genutzt werden könnte, sagte der Manager.