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25.02.2012, 14:33
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Smartphones:
Die große Auslese in der Handybranche
© Bild:
2011 Bloomberg
Apple eilt von Erfolg zu Erfolg, Nokia stürzt ab. Mit gutem Grund: Über Sieg und Niederlage in der Branche entscheiden fünf Erfolgsfaktoren, die vor allem der Konzern aus Cupertino und Samsung beherrschen.
von Arndt Ohler Hamburg
Nokia schwebt zwischen Aufstieg und endgültigem Fall. "Wir stehen auf einer brennenden Bohrinsel", warnte Konzernchef Stephen Elop vor gut einem Jahr. Für den Blackberry-Hersteller
RIM scheint der Abstieg unabwendbar. Der neue deutsche Chef Thorsten Heins macht sich nichts vor. "Wir sind hier nicht beim Plätzchenbacken", sagte er erst unlängst zu seinem Amtsantritt.
"Haben wir einige Kunden verloren? Ja, das gebe ich zu. Das passiert im Hightechsektor." Da passiert noch mehr:
Google hat
Motorola gekauft, chinesische Anbieter wie Huawei und
ZTE agieren aggressiv wie nie zuvor. Marktführer
Apple und
Samsung überziehen einander mit Patentklagen. Kurz bevor sich die Branche auf der Messe Mobile World Congress in Barcelona trifft, ist klar: 2012 wird eines der stürmischsten Jahre für die Mobilfunkindustrie - es wird ein Jahr der Auslese.
Weltweit verkaufte Smartphones nach Betriebssystem; Die weltgrößten Smartphone-Hersteller nach Absatz
Die Branche gehört zur dynamischsten der IT-Industrie. Nirgendwo sonst müssen Konzerne in ähnlich schneller Folge neue Produkte auf den Markt bringen, nirgendwo sonst sind die Wachstumschancen - dank des Smartphone-Booms - so enorm. Aber vor allem entscheidet sich nirgendwo sonst, wer im Internet künftig das Sagen hat. Denn das Web wird mobil. Wer das mobile Internet dominiert, kontrolliert künftig einen der wichtigsten Absatzkanäle für Inhalte wie Filme, Werbung sowie alltägliche Produkte. Der Einstieg des weltgrößten Onlinehändlers
Amazon in den Tablet-Markt mit seinem Gerät Kindle Fire ist Beleg für diese Logik.
Wer an der Spitze mitmischen will, muss vor allem fünf Erfolgsfaktoren beherrschen und aufeinander abstimmen können: Den richtigen Einsatz von Komponenten, allen voran der Mikrochips. Die Auslagerung der Produktion an passable Auftragsfertiger. Die eingesetzten Technologien müssen patentrechtlich abgesichert sein, zumindest muss der Zugriff auf wichtige fremde Patente per Lizenzabkommen möglich sein. Das passende Betriebssystem, das alles aus der Technologie herausholt, muss vorliegen und daran anknüpfend: Programmierer müssen dazu animiert werden, ein großes Angebot von Zusatzprogrammen, den Apps, bereitzustellen.
Lumia 800
Das ist Nokias Comeback-Smartphone
Zwei mächtige Lager haben sich im Ringen um Kunden, Macht und Milliardenmärkte gebildet. Wird der Fokus auf den hochmargigen Markt für Edel-Smartphones gelegt, bahnt sich ein regelrechtes Duopol an: Auf der einen Seite Googles offenes, kostenfreies Handybetriebssystem Android, das am besten und erfolgreichsten vom südkoreanischen Samsung-Konzern eingesetzt wird.
Teil 2: Geschlossenes System Apple
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FTD.de, 25.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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