Nicht alle Handys von Sony Ericsson sind nicht auf der Höhe der Zeit
Der Vorsteuergewinn habe im ersten Quartal 2005 bei 70 Mio. Euro gelegen, teilte Sony Ericsson am Freitag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt 118,5 Mio. Euro erwartet, im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte der Vorsteuergewinn noch bei 97 Mio. Euro gelegen. Auch der Umsatz sank im ersten Quartal 2005 auf 1,29 Millionen Euro und blieb damit deutlich unter der Expertenprognose von 1,66 Millionen Euro.
Sony Ericsson begründete den Ergebnisrückgang damit, dass der Handymarkt in Westeuropa insgesamt geschrumpft sei. Zugleich habe sich der Wettbewerb verschärft. Der Konzern räumte ein, in seiner Produktpolitik Fehler gemacht zu haben.
So liege ein weiterer Grund für die enttäuschende Gewinnentwicklung darin, dass 2004 zu wenig neue Geräte auf den Markt gebracht worden seien. Die Nachfrage nach günstigeren Modellen habe zudem zu einem Umsatzrückgang geführt. Der durchschnittliche Verkaufspreis eines Handys sank im ersten Quartal auf 137 Euro, im Schlussquartal 2004 hatte er noch 150 Euro betragen.
Besserung des Marktes in Aussicht
Im laufenden zweiten Quartal 2005 will Sony Ericsson den Negativtrend beenden. Demnach rechnet das schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen mit einer Verbesserung des Handy-Marktes und der eigenen Geschäftsentwicklung. Dazu sollen neue Modelle wie ein Prepaid-Kamera-Mobiltelefon beitragen.
Unter dem Eindruck der schlechten Unternehmensnachrichten gab die Aktie von Ericsson bis zum späten Freitagnachmittag um 3,35 Prozent nach. Die Sony-Aktie notierte in Tokio bei Börsenschluss 2,65 Prozent schwächer als am Vortag.
Beeinflusst wurden die Aktien von Handyherstellern auch durch den Gewinneinbruch des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung im ersten Quartal, der den Rückgang mit niedrigeren Gewinnmargen bei Mobiltelefonen begründet hatte. Auch die Aktien des finnischen Handyherstellers
Nokia gaben nach.