Sony Ericsson: Mittelprächtige Zahlen trotz neuer Modellpalette
Der Handy-Hersteller Sony Ericsson ist mit seinem Gewinn im zweiten Quartal etwas hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben. Jedoch gelang es dem Konzern, mit einer ins Billigsegment erweiterten Produktpalette Marktanteile zu gewinnen.
Im zweiten Quartal verbesserte Sony Ericsson seinen Vorsteuergewinn auf 87 Mio. Euro von 70 Mio. Euro im ersten Quartal, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Analysten hatten mit einem etwas höheren Vorsteuergewinn gerechnet. Mit einem Umsatz von 1,61 Mrd. Euro übertraf der Handy-Hersteller die Prognose von 1,52 Mrd. Euro leicht.
Im ersten Quartal hatte Sony Ericsson angesichts starker Konkurrenz und gefüllter Lager auf Grund einer veralteten Produktpalette mit seinem Vorsteuergewinn die Analystenerwartungen deutlich verfehlt. Der Konzern reagierte und erweiterte jüngst sein Angebot im Niedrigpreissegment. Dies habe dem Handy-Hersteller im zweiten Quartal zu mehr Marktanteil verholfen, teilte Sony Ericsson mit. Die Auslieferung von Mobiltelefonen sei im Vergleich zum ersten Quartal auf 11,8 Millionen von 9,4 Millionen gestiegen.
Stabiler Verkaufspreis
"Die höhere Zahl an Auslieferungen spiegelt die Verbreiterung der Produktpalette wider, die eine größere Spanne von Preissegmenten am Markt abdeckt. Der durchschnittliche Verkaufspreis ist wie erwartet stabil geblieben", erläuterte Sony Ericsson. Im ersten Quartal war der durchschnittliche Verkaufspreis auf 137 Euro von 150 Euro im vierten Quartal gesunken, was das Unternehmen mit der höheren Nachfrage nach günstigeren Modellen begründet hatte.
Sony Ericsson bekräftigte seinen Branchenausblick für das gesamte Jahr. Danach rechnet der Handy-Hersteller mit weltweit 720 Millionen verkauften Mobiltelefonen statt zuvor mit 690 Millionen. Mitte Juni hatte Vize-Präsident Jan Wareby zudem gesagt, Ziel von Sony Ericsson sei es, das Marktwachstum von 15 Prozent bei den Auslieferungen zu übertreffen.
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