Der iPhone- und iPad-Hersteller Apple erhält an der Börse einen Dämpfer: Die Aktie fällt seit Tagen. Am Montag durchbrach das Papier die Marke von 600 Dollar. Sie verlor gut vier Prozent und schloss knapp über 580 Dollar. Die Aktie war in der Spitze bis auf 644 Dollar gestiegen.
Angesichts der Verkaufserfolge und hoher Gewinne war Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt aufgestiegen - eine Position, die lange der US-Ölkonzern ExxonMobil hielt. Jedoch scheinen einige Börsianer kurz vor den neuen Apple-Quartalszahlen kalte Füße zu bekommen. Sie befürchten, dass die Ergebnisse insbesondere im Vergleich mit dem bahnbrechenden Weihnachtsquartal blass ausfallen könnten. So gab es zuletzt Studien, die von einer Abschwächung der Nachfrage nach Apples Tablet-Computer iPad berichteten.
Zudem kündigte der US-Mobilfunkanbieter Verizon Wireless an, künftig eine zusätzliche Gebühr von 30 Dollar beim Wechsel zu einem neuen Modell zu erheben. Das weckte am Markt die Sorge, dass die Netzbetreiber ihre hohen Subventionen senken könnten und die Telefone damit weniger attraktiv für Verbraucher würden. Die Frage, wie lange Apple sein rasantes Wachstum weiterführen kann, wurde in der Vergangenheit immer wieder gestellt. Dem Konzern gelangen jedoch nach schwächeren Quartalen immer wieder Verkaufsrekorde.
Die Apple-Aktie hatte vor rund einem Monat auf ihrem Weg nach oben die 600-Dollar-Marke durchbrochen, in Erwartung der dritten iPad-Generation. Im April 2010, als Apple das erste Modell herausgebracht hatte, kostete das Papier noch um die 240 Dollar. Momentan ist Apple insgesamt 540 Mrd. Dollar wert.
Die Börsianer warten auf die neuesten Geschäftszahlen von Apple, die am Dienstag kommender Woche veröffentlicht werden. In die Bilanz fließen auch die ersten Verkäufe des neuen iPad ein. Der Konzern hatte im Weihnachtsquartal einen Rekordgewinn von 13,1 Mrd. Dollar eingefahren.