Samsung hat dank seiner Galaxy-Smartphones erneut einen Rekordgewinn verbucht. Der Apple -Rivale kündigte am Freitag an, im abgelaufenen dritten Quartal habe sich schätzungsweise ein Betriebsgewinn von umgerechnet 7,3 Mrd. Dollar (8,1 Billionen Won) ergeben. Das ist fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz habe bei 52 Billionen Won gelegen.
Für Samsung ist es bereits das vierte Quartal in Folge mit Rekordzahlen. Das laufende Schlussquartal wird den Angaben nach aber von Sonderfaktoren geprägt sein, wenngleich der Betriebsgewinn sich solide entwickeln dürfte.
Samsung muss mehr für Marketing ausgeben, um dem iPhone 5 von Apple die Stirn zu bieten. Nach Schätzungen von Credit Suisse hat Samsung im vergangenen Quartal allein für Werbung rund um die Olympischen Sommerspiele in London und die Ankündigungen neuer Galaxy-Produkte 2,7 Mrd, Dollar ausgegeben. Außerdem ist der Konzern im Patentstreit mit Apple zur Zahlung von 1 Mrd. Dollar verurteilt worden.
Samsung ist nach Einschätzung von Branchenkennern mittlerweile zu großen Teilen vom Erfolg in seinem Handygeschäft abhängig. "EIn Fehltritt bei mobilen Endgeräten kann Verluste für den gesamten Samsung-Konzern bedeuten", sagte Byun Han-joon, Analyst bei KB Investment & Securities. Das Handygeschäft trug nach Expertenschätzungen im abgelaufenen Quartal zwei Drittel zum Ergebnis bei.
Dagegen schwächelt das Speicherchipgeschäft: Die Preise für sogenannte Dram-Chips, die in Computern und mobilen Endgeräten verbaut sind, fielen im abgelaufenen Quartal um 14 Prozent. Experten rechnen jedoch mit einer Erholung der Halbleiterpreise im vierten Quartal. Samsung dürfte vor allem von höheren Preisen für Nand-Flashspeicher profitieren.
Die Vorlage der offiziellen Quartalsbilanz ist für den 26. Oktober geplant. Samsung-Aktien notierten am Freitag nahezu unverändert.