Eine entsprechende Software will Skype am Dienstag präsentieren. "In unseren Kundenverträgen steht eindeutig, dass solche Dienste nicht genutzt werden dürfen", sagte ein T-Mobile-Sprecher.
Skype versucht seit Monaten die eigene Software, mit der Nutzer weltweit kostenlos über den Computer telefonieren können, auch auf mobilen Geräten wie Smartphones zu etablieren. Erst im Februar hatte der zum Internetauktionshaus Ebay gehörende Telefondienst eine Kooperation mit Nokia bekannt gegeben. Handys des finnischen Konzerns sollten demnach künftig mit vorinstallierter Software von Skype ausgeliefert werden.
Netzbetreiber wie die Telekom wehren sich gegen die Verbreitung von mobiler Internettelefonie. Gespräche, die Skype-Nutzer untereinander führen, sind kostenlos - sieht man von den Verbindungskosten ins Internet ab. Wird mit der Software ein anderer Anschluss angewählt, fällt nur eine geringe Gebühr an, die deutlich unter den üblichen Mobilfunktarifen liegt. Netzbetreibern drohen deshalb Einbußen im traditionellen Geschäft mit Sprachtelefonie.
Offiziell führt die Telekom für das Verbot technische Gründe an: "Der Schutz unserer Netzperformance steht dabei im Vordergrund", sagte der Sprecher. Dienste wie Skype würden die Übertragungsgeschwindigkeiten im Mobilfunknetz verlangsamen oder es überlasten. Zum anderen könne nicht die gleiche Sprachqualität garantiert werden. Enttäuschte Kunden trennten aber nicht zwischen der Telekom und Skype als Anbieter.
Die Software für das iPhone soll in den nächsten Tagen zum Download angeboten werden. Skype bietet den Service bereits für Telefone mit dem Android-Betriebssystem von Google sowie Windows Mobile von Microsoft an. Im Mai soll eine weitere Version für den Blackberry folgen. "Die Offenheit der Netzbetreiber wird immer größer", sagte der bei Skype für das operative Geschäft zuständige Manager Scott Durchslag.
Dem entgegen steht die Aussage von AT&T in den USA, die Skype genau wie T-Mobile nicht für ihr Mobilnetz freigeben wollen. Die Software soll hier aber funktionieren, wenn sich der Kunde über Wireless-Lan-Hotspots und nicht über das Mobilfunknetz einwählt. Die Telekom duldet dies ebenfalls nicht. Experten halten hier eine Blockade jedoch für technisch schwierig.