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  Cebit 2010 FTD-Serie: Grün und wolkig

Die Cebit steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der Sicherheit. Zudem spielen Themen wie Green-IT und Cloud Computing vom 2. bis zum 6. März wieder eine wichtige Rolle in Hannover. FTD.de präsentiert in seinem Spezial Fakten, Neuigkeiten und Hintergründe.

Merken   Drucken   01.03.2010, 14:25 Schriftgröße: AAA

Trendumkehr: Kleinwagen gehen schneller online

Bei der Integration von Unterhaltungselektronik ins Auto geht Masse vor Klasse. Hersteller wie Ford reagieren deshalb schneller als Luxusanbieter wie Aston Martin. von Margret Hucko
"Die Elektronik wird nicht mehr zwangsläufig zuerst in den Oberklassen eingeführt und dann in kleineren Modellen übernommen", bestätigt Continental -Vorstand Helmut Matschi. "Viele Innovationen können zuerst in günstigeren Autos zum Einsatz kommen", sagt der Manager. Er sieht im Bereich der Unterhaltungselektronik "eine Revolution" rollen.
Damit kehrt sich ein über Jahrzehnte etablierter Trend komplett um. Bislang war es üblich, dass sich wichtige technische Neuerungen zunächst in der Oberklasse durchsetzten. Erst nach Jahren wurden sie bei Publikumslieblingen wie dem VW Golf oder Opel Astra eingebaut. Das galt noch beim Radio ebenso wie bei den ersten CD-Spielern und TV-Tunern. Erst recht bei sicherheitsrelevanter Elektronik wie dem elektronischen Fahrstabilitätsprogramm ESP oder dem mittlerweile nicht mehr wegzudenkenden Airbag. Dass die Entwicklung bei der neuesten Unterhaltungselektronik so verläuft, hat "vor allem etwas mit den Käuferschichten zu tun", sagt Autoexperte Stefan Bratzel vom Center of Automotive in Bergisch Gladbach. Jüngere Kunden fordern von den Autobauern, soziale Internetnetzwerke wie Twitter oder Facebook ins Auto zu holen. So liest ein 13.200 Euro teurer Fiat  500 dem Fahrer SMS-Nachrichten vor, während der Kunde eines Maserati Quattroporte für stolze 114.320 Euro noch weitere 355 Euro für eine iPod-Schnittstelle zahlen muss.
Auch Ford  startete die Integration des Betriebssystems Windows erst im Kleinwagen Fiesta und will das System nun nach und nach in den teureren Familienmodellen S-Max und Galaxy einführen. "Die junge Zielgruppe hat einfach weniger Berührungsängste", so Alan Norton, Manager in der Produktentwicklung von Ford Europa. Zudem seien die Ansprüche an die Handhabung. geringer. Ein Smartphone wird per Bluetooth mit dem Navimonitor gekoppelt.
Für Autoexperte Stefan Bratzel ein weiterer Grund, weshalb Nobelhersteller mit ihrer verwöhnten Kundschaft bei der Vernetzung das hinterherhinken. "Mit ihrem Premiumanspruch stehen sie sich selbst im Weg", sagt er. So hat BMW  sich entschieden, die Consumer-Elektronik fest ins Auto zu integrieren. "Allein schon aus Sicherheitsgründen", sagt eine Sprecherin. Sie verweist darauf, dass lose Geräte wie ein iPod beim Crash dem Fahrer um die Ohren fliegen. BMW war der erste Anbieter, der das Internet ins Auto integriert hat.
16:29:00 Kursinformationen und Charts
Name aktuell  absolut  
Ford 12,44 USD   -1,97%  -0.25
Continental 65,25 EUR   -2,77%  -1.86
Intel 26,695 USD   -0,61%  -0.165
Nvidia 15,895 USD   -2,48%  -0.405
Daimler 46,355 EUR   -0,70%  -0.325
BMW 69,87 EUR   -2,33%  -1.67
  • Aus der FTD vom 02.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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16:28:53 Aktuelle Börsewerte
Name aktuell   
Microsoft 23,188 EUR   +0,16% 
Apple 374,596 EUR   +0,97% 
Google 459,587 EUR   -0,20% 
Intel 20,156 EUR   -0,71% 
Advanced Micro Devices 7,05 USD   -2,62% 
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