"Windows 7 ist eine relativ unbedeutende Aktualisierung", sagte Matt Rosoff, Analyst beim US-Marktforschungsunternehmen Directions on Microsoft. "Es geht die kleinen Ärgernisse an, ohne dass das gesamte Programm umgeschrieben wurde."
Fast zwei Jahre nach der Markteinführung verschmähen viele Privatanwender und Unternehmen Vista zugunsten des Vorgängers Windows XP. Mit Windows 7 muss der weltgrößte Softwarekonzern einen Volltreffer landen, sagte UBS-Analystin Heather Bellini. Der Konzern könne sich keine weitere Windows-Version leisten, die die "Leute für überspringbar halten", sagte die Analystin der Nachrichtenagentur Bloomberg. Windows ist Microsofts größte Umsatz- und Gewinnquelle.
Zu den oft genannten Problemen gehörte Vistas Langsamkeit und Inkompatibilität mit vielen Programmen und Hardware. Beides soll Windows 7 verbessern. Ebenso ärgerlich: die unaufhörlich aufklappenden Meldungen in der Taskleiste. Windows-Chefentwickler Steven Sinofsky entschuldigte sich bei der Präsentation von Windows 7 praktisch für die Probleme. "Wir müssen mit Windows 7 deutlich besser werden", sagte er. Microsoft-Manager Mike Nash sagte Journalisten, dass viel Arbeit dafür aufgewendet wurde, das System einfacher und schneller zu machen.
Laut Sinofsky bereitet
Microsoft die neue Windows-Version auch für den Einsatz auf Netbooks vor. Vista erfordert zu viele Ressourcen für die kleinen, leistungsschwachen Rechner, die als starker Wachstumstreiber für die PC-Branche gelten. Außerdem wird sich Windows 7 per Touchscreen durch Berührung und Gesten bedienen lassen.