Die Geschichten ähneln sich frappierend: Die kolportierte Markteinführung der neuen Generation des Smartphone steht bevor, aber zunächst sind keine bedeutsamen Details bekannt. Doch dann! Verschlampt ein Mitarbeiter seinen Erlkönig, ein Dritter nimmt ihn an sich und verkauft ihn im Internet. So geschehen 2010, und auch jüngst im Juli, berichtet die Technologieseite Cnet.
Ein Schelm, wer hierbei an einen wenig inspirierten, aber öffentlichkeitswirksamen PR-Coup denkt. So ein Missgeschick kann schließlich mal passieren - selbst den Mitarbeitern eines derart abgeriegelten Konzerns wie
Apple . Dabei wäre ein solches Schauspiel für das Unternehmen leicht zu inszenieren. Mittels versehentlich zurückgelassener Geräte kann das Unternehmen die Informationen über seine mysteriöse neue Kreation genau dosieren. Die Hardware wird öffentlich, Kameras, Prozessor, Display. Die entscheidenden inneren Werte aber bleiben unter Verschluss - Apple löscht alle Inhalte aus der Ferne und sperrt das Telefon. Genauso verfährt Konkurrent
Microsoft , wenn mal was abhandenkommt. Das Ziel aber ist erreicht: Einschlägige Blogger, stets nach iPhone-News gierend, verbreiten diese und steigern die Euphorie der Apple-Gemeinde bis zum Tag der Verkündigung ins Ekstatische.
Wie aus einem Skript liest sich denn auch, was der oh so hirnlose Apple-Mitarbeiter damals seine Facebook-Freunde wissen ließ, bevor er aufstand und das iPhone 4 vergaß: "Ich habe wohl unterschätzt, wie gut deutsches Bier ist."