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29.11.2011, 15:25
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Verkauf der US-Tochter:
Telekom fürchtet Verzögerung bei Schuldenabbau
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2011 Bloomberg
Der Verkauf der US-Tochter steht auf der Kippe. Sollte die Transaktion platzen, steht die Telekom vor einem Problem. Ein Teil des Erlöses war für die Reduzierung der Schuldenlast vorgesehen.
Die
Deutsche Telekom muss sich nach den Worten ihres Vorstandschefs René Obermann bei einem Scheitern des geplanten Verkaufs von T-Mobile USA auf Verzögerungen beim Schuldenabbau einstellen.
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Eine wirksame Reduzierung der Verbindlichkeiten könne der Konzern dann natürlich nicht so schnell erreichen, sagte Obermann am Montagabend auf einer Veranstaltung in Düsseldorf. "Die USA waren über lange Jahre eben ein sehr kapitalintensives Unterfangen und wir müssen in den nächsten Jahren sehr viel Geld investieren", sagte er weiter.
Sollte die Telekom die Mobilfunktochter nicht an den Konkurrenten
AT&T veräußern können, müsse der Bonner Konzern neue Wege finden, die Bilanzstruktur solide zu halten. "Das wird dann natürlich nicht ganz so einfach." Die Telekom hatte zum Ende des dritten Quartals Nettofinanzverbindlichkeiten von 43,4 Mrd. Euro.
Die Telekom will T-Mobile USA für umgerechnet rund 28 Mrd. Euro an AT&T verkaufen, trifft jedoch damit auf Widerstand bei den US-Kartellbehörden. Sowohl die Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) als auch das Justizministerium haben große Bedenken gegen den Deal, weil AT&T bereits eine starke Position im US-Markt hat. Beide Konzerne hatten vergangene Woche den Antrag bei der FCC zurückgezogen und wollen zunächst die Entscheidung des US-Justizministeriums abwarten.
Speziell für die Telekom wäre ein Scheitern bedrohlich. Der Konzern benötigt die Milliarden aus dem Verkauf um neben dem Schuldenabbau den strategisch wichtigen Ausbau von Glasfasernetzen voranzutreiben. Niedrigere Schulden würden zudem Investitionen in bestehende oder neue Geschäfte erleichtern.
Um die Übernahme zu retten verhandelt AT&T einem Bericht der „New York Times“ zufolge mit dem schnell wachsenden regionalen Anbieter Leap Wireless. AT&T wolle demnach den Löwenanteil der T-Mobile-Kunden und einen Teil des Spektrums an Leap verkaufen. T-Mobile USA verliert aufgrund der unsicheren Zukunft immer mehr Vertragskunden. Nachrichten wie die über Verhandlungen mit Leap dürften noch mehr Kunden zu einem Wechseln bewegen.
Eine gerichtliche Anhörung zu der Transaktion wurde auf den neunten Dezember verschoben. Der ursprünglich für Mittwoch angesetzte Termin kann nach Angaben der zuständigen Richterin wegen terminlicher Probleme des Gerichts nicht eingehalten werden.
Teil 2: S&P zweifelt an erfolgreicher Übernahme
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FTD.de, 29.11.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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