Arun Sarin, Vodafone-Chef
Die Aktie von
Softbank sank am Mittwoch um 2,6 Prozent, nachdem sie am Vortag bereits um fast neun Prozent eingebrochen war. Rating-Agenturen hatten gewarnt, Softbank könnte sich bei dem auf bis zu 14,2 Mrd. Euro geschätzten Zukauf übernehmen. Scheitert der Verkauf, wäre das ein weiterer Rückschlag für
Vodafone -Chef Arun Sarin.
Am Freitag hatte der weltgrößte Mobilfunker verkündet, er handle mit Softbank den Verkauf einer kontrollierenden Mehrheit an seiner Japantochter Vodafone KK aus. Der Schritt ist von Sarin als Befreiungsschlag gedacht gewesen. Ein Teil der Aktionäre dringt auf den Ausstieg aus Japan und die Auszahlung des Verkaufserlöses. Am Mittwoch trennte sich Sarin von seinem Marketingchef Peter Bamford. Für Branchenkenner ist dies ein Zeichen dafür, dass Sarin, über dessen Zukunft im Konzern spekuliert wird, die Initiative zurückgewinnen möchte.
Moody's setzte Softbank auf die Beobachtungsliste für eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Das Risiko habe sich erhöht, "weil Vodafone KK nach einem Verkauf die Unterstützung durch den Mobilfunkkonzern verlieren würde", heißt es in einer Erklärung. Auch die Rating-Agentur Standard & Poor's hatte solche Bedenken geäußert.
Softbank fiele es vermutlich nicht schwer 1100 oder 1400 Mrd. Yen (9,9 Mrd. Euro) zu finanzieren", sagte Toru Hosoi, Analyst bei Nikko Citigroup. "Aber die Meinungen sind geteilt über den Kaufpreis."