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Merken   Drucken   29.01.2008, 09:27 Schriftgröße: AAA

W-Lan-Netzwerk Fon sucht Konzerne als Partner  

Fon will bis Anfang Mai in Deutschland einen Telekommunikationskonzern als Partner gewonnen haben. Damit will das W-Lan-Netzwerk die Nutzerzahlen nach oben treiben. von Matthias Lambrecht (München)
"Wir erhoffen uns einen deutlichen Umsatzschub", sagte Unternehmenschef und Fon-Gründer Martin Varsavsky im Gespräch mit der FTD. Dank derartiger Kooperationen in verschiedenen Ländern werde sein Unternehmen schon 2009 die Gewinnschwelle erreichen - ein Jahr früher als ursprünglich geplant.
In Großbritannien und Frankreich hat Fon mit BT und Neuf Cegetel bereits im vergangenen Herbst Partner gefunden und so die Zahl der potenziellen Netzteilnehmer vervielfacht. Die Kooperation mit einem japanischen Konzern werde im Februar verkündet, sagte Varsavsky.
Das Geschäftsmodell des in Spanien gegründeten Unternehmens basiert auf dem Zusammenschluss von Nutzern drahtloser Internetzugänge zu einem weltumspannenden Netzwerk. Die "Foneros" öffnen ihre breitbandigen W-Lan-Anschlüsse für Dritte, die der Gemeinschaft entweder ebenfalls ihren heimischen Internetzugang zur Verfügung stellen oder eine Nutzungsgebühr entrichten. Diese wird zwischen dem Besitzer des Zugangs und dem Unternehmen Fon aufgeteilt.
Vor allem im Zentrum einiger Großstädte wie Madrid oder San Francisco ist die Abdeckung schon recht dicht. In Städten wie Málaga oder Genf aber auch im Münchner Glockenbachviertel und im Ruhrgebiet unterstützt Fon den Aufbau kommunaler W-Lan-Netze. Anderswo fehlen aber dort leistungsstarke Zugänge, wo viele potenzielle Nutzer zusammenkommen - etwa an Flughäfen oder Bahnhöfen.
Dieses Defizit will Varsavsky mithilfe der Telekomkonzerne lösen, die den Fon-Kunden nun auch an wichtigen öffentlichen Plätzen drahtlose Zugangsmöglichkeiten zum Internet eröffnen. Zudem wurde die Fon-Software soweit möglich auf den Routern der BT - oder Neuf-Cegetel -Kunden installiert, alle neu ausgelieferten Router können für die Beteiligung am Fon-Netzwerk freigeschaltet werden. "Wir erleichtern den Netzbetreibern das Geschäft, weil sie attraktivere Angebote machen können", sagt Varsavsky - während er hofft, dass mit der besseren Abdeckung auch seine Nutzerzahlen steigen.
In Großbritannien ist die Zahl der Haushalte, die technisch gerüstet sind, ihren Internetzugang zu teilen, dank der BT-Kooperation auf 1,7 Millionen angewachsen. In Frankreich sind es 800.000 Haushalte, von denen mehr als 10.000 binnen einer Woche nach dem Start die Fon-Funktion auf ihrem Router aktivierten. Weltweit liegt die Zahl der "Foneros" bei 250.000; in Deutschland, dem nach Großbritannien, Frankreich und Japan wichtigsten Markt, sind es 25.000.
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  • Aus der FTD vom 29.01.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland,
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