Der japanische Spielekonsolen-Hersteller Nintendo bleibt angesichts der wachsenden Konkurrenz durch Smartphones und Tablet-Computer immer häufiger auf seinen Geräten sitzen. Im vergangenen Quartal setzte der Konzern im Vergleich zum Vorjahr nur noch weniger als halb so viele Exemplare seiner in die Jahre gekommenen Konsole Wii ab.
Verkauft wurden 710.000 Stück, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Das kleinere Spielgerät DS verbuchte in dem von April bis Juni laufenden ersten Geschäftsquartal einen noch stärkeren Einbruch. Dagegen lief das im Februar vergangenen Jahres aufgelegte Modell 3DS gut: Angeschoben durch einen kräftigen Preisnachlass wurde es mit rund 1,86 Millionen Geräten mehr als doppelt so stark nachgefragt als im Vorjahreszeitraum.
Nintendo reduzierte seinen Quartalsverlust um zwei Drittel auf umgerechnet rund 109 Mio. Euro. Ein Sparprogramm und neue Softwareangebote haben das Ergebnis verbessert. Im Gesamtjahr will Nintendo weiterhin ein operatives Ergebnis von umgerechnet rund 370 Mio. Euro erzielen. Dazu beitragen soll die neue Version des Verkaufsschlagers "Dragon Quest". Noch vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft soll zudem die neue Spielekonsole Wii U in den Regalen liegen.