Das Internetportal Yahoo will von seinen Kunden künftig deutlich höhere Abo-Preise für heruntergeladene Musik fordern. Wer Songs auch unterwegs auf seinem portablen Player abspielen will, soll monatlich 11,99 $ zahlen - 72 Prozent mehr als zuvor.
Die Yahoo-Zentrale in Sunnyvale, Kalifornien
Die Nutzung für das Abspielen am PC soll von der am 1. November in Kraft tretenden Preiserhöhung zunächst nicht betroffen sein. "Wir haben immer gesagt, dass es sich um einen Einführungspreis gehandelt hat", sagte Yahoo-Sprecherin Nissa Anklesaria der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.
Yahoo war mit seinem Online-Abo-Dienst im vergangenen Mai zunächst in den USA gestartet. Der Dienst bietet Nutzern gegen Zahlung eines monatlichen Beitrags das Recht, für die Dauer ihres Abos heruntergeladene Musik anzuhören. Der Internet-Portalbetreiber konkurriert mit seinem Angebot direkt mit Anbietern wie Napster, die ebenfalls Musik im Abo-Modell anbieten.
Einen Grund für die Preiserhöhung nannte Yahoo bislang nicht. Wegen hoher Lizenzforderungen der Musikindustrie für die Nutzung von Songs auf portablen Musikplayern hatte zuletzt Microsoft Anfang Oktober seine Verhandlungen aufgegeben. Der weltgrößte Softwarekonzern hatte geplant, sein Musikangebot erheblich auszubauen. Nach Forderungen der Plattenfirmen von angeblich 6 bis 8 $ pro Nutzer legte das Unternehmen seine Pläne zunächst auf Eis.
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