Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia hat in den Monaten von April bis Juni einen kräftigen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Der Nettoumsatz fiel auf 9,9 Milliarden Euro von 13,2 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, wie das finnische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Am Markt waren im Schnitt 10,1 Milliarden Euro erwartet worden. Nicht nach den internationalen Bilanzregeln IFRS gerechnet, sank das Ergebnis auf 0,15 Euro nach 0,37 Euro vor Jahresfrist. Für den Rest des Jahres rechnet der Konzern mit einem stabilen Marktanteil bei Mobiltelefonen. Die Börse reagierte enttäuscht: Die Nokia-Titel weiteten ihre Verluste nach den Zahlen auf ein Minus von mehr als sieben Prozent aus.
Nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen von Nokia hat der Dax seine Kursgewinne am Donnerstag zeitweise etwas eingegrenzt. Der Leitindex lag zuletzt kaum verändert bei 4928 Punkten, nachdem er zuvor noch knapp ein halbes Prozent im Plus notiert hatte. Auch andere europäische Indizes gaben leicht nach. "Nokia hat den Märkten einen kleinen Dämpfer versetzt, aber die Märkte sind nicht mehr so technologielastig wie sie einmal waren, und deshalb ist der Einfluss nicht mehr so groß", sagte ein Händler.
Die Nokia-Aktien gingen auf Talfahrt und rutschten um rund sieben Prozent. Der Nettoumsatz des finnischen Handyherstellers hatte unter den Analystenprognosen gelegen, beim EPS hatte Nokia die Erwartungen übertroffen.