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Und dieser Markt fällt ein vernichtendes Urteil. An der Börse ist die Mecom-Aktie, die im Juli 2007 noch bei 97 Pence notierte, auf 1,5 Pence abgestürzt. Ein Misstrauensvotum gegen Montgomery, der einst Investoren mit höchst ambitionierten Renditeversprechen köderte. Der hierfür in den von ihm übernommenen Titeln beispiellose Sparmaßnahmen einleitete, die in den Redaktionen zu Proteststürmen gegen die Heuschrecke aus London führten. Der aller Kritik zum Trotz weiter ein Blatt nach dem anderen einkaufte - und dafür immer wieder die Unterstützung seiner Geldgeber fand. 570 Mio. Pfund Kapital sammelte Montgomery beim Börsengang im März 2007 ein. Mehr als 1,3 Mrd. Pfund wandte er auf, um all seine Beteiligungen zu erwerben.
Jetzt ist der Visionär zum Kapitalvernichter geworden. 24 Mio. Pfund ist Mecom an der Börse noch wert, 587 Mio. Pfund Schulden lasten auf dem Konzern. "Das ist das Ende dieser Einkaufsserie", sagt der Analyst Simon Davies von ABN Amro. "Die stehen unter massivem Druck."
Mecom ist schwer angeschlagen. Die Finanzkrise und die Rezession lassen das Anzeigengeschäft der Zeitungsbranche einbrechen - und mit ihm die Ergebnisse von Montgomerys schnell zusammengekauftem Medienkonglomerat. Ende Oktober musste Mecom die Prognose für das laufende Jahr deutlich senken.