Sky-Chef Mark Williams
Mit großen Erwartungen ist Williams im Herbst 2008 angetreten. Immerhin hatte er zuvor den italienischen Ableger der Sendergruppe Sky Italia gedreht. Nun sollte der Mann aus Melbourne dem schwächelnden deutschen Sender, an dem Murdoch gut 40 Prozent der Anteile hält, zur Wende verhelfen. Die Quartalszahlen, die Williams am Donnerstag vorstellen wird, rechtfertigen indes kaum die Hoffnung auf eine schnelle Sanierung. Das Programm trifft noch immer nicht die Fernsehgewohnheiten ausreichend vieler Konsumenten, und Rivalen wie die Deutsche Telekom machen dem Sky-Chef kräftig Konkurrenz.
Die Italienstrategie gilt in Unterföhring als Vorbild für den deutschen Markt. Binnen vier Jahren verwandelte Williams Sky Italia in Murdochs Auftrag vom Verlustbringer in einen profitablen Sender mit rund 86 Mio. Euro Gewinn im jüngsten Quartal. Neue Technik, attraktive Sportrechte, eine einfache Programm- und Preisstruktur sowie viel Marketing verschafften dem Sender zahlreiche neue Kunden.
Daran mangelt es Sky Deutschland zurzeit noch deutlich. Zwar fantasiert man in der Zentrale nicht mehr wie in früheren Zeiten über zehn Millionen mögliche Abonnenten. Nach seinem Amtsantritt ließ Williams die aufgeblähte Kundenkartei um fast eine Million Karteileichen bereinigen.