Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. In den europäischen Tochterunternehmen würden 3000 Mitarbeiter des Unternehmens voraussichtlich nicht länger als sechs Monate beschäftigt sein. Die Aktien der AOL-Mutter
Time Warner lagen nach Bekanntwerden der Nachricht 0,6 Prozent im Minus bei 16,57 $.
Erst am Mittwoch hatte der weltgrößte Medienkonzern Time Warner für seine Online-Sparte eine umfassende Neuausrichtung angekündigt, nachdem es im zweiten Quartal 2006 erneut einen deutlichen Kundenschwund gegeben hatte. In Europa soll das Internet-Zugangsgeschäft verkauft werden.
AOL will den Nutzern mit Breitbandanschlüssen zukünftig E-Mail- und andere Internetdienstleistungen kostenlos zugänglich machen. Damit will AOL alte Kunden bei der Stange halten, abgewanderte zurückholen und neue hinzugewinnen. AOL hofft, damit die Online- Werbeeinnahmen steigern zu können, mit denen Google und Yahoo! viel Geld verdienen.
AOL hatte in den USA zum Quartalsende nur noch 17,7 Millionen Nutzer oder 3,1 Millionen weniger als vor einem Jahr. In Europa hatte AOL noch 5,6 Millionen Nutzer und hat dort innerhalb von Jahresfrist 571.000 Kunden verloren.